
Seit 2019 ist die Burg ein bewährter Brutplatz für das Uhu-Paar. Nachdem die Eier in den ersten beiden Jahren noch in einer Nische im Innenhof abgelegt wurden, bevorzugt „Charlotte“ seit 2021 die Schießscharte. Dieser Standort bietet mehr Platz und schützt die Jungvögel besser vor Witterungseinflüssen. Unterstützt durch engagierte Beobachterinnen und Beobachter sowie durch die fachkundige Begleitung von Falkner Christian Wick vom Falkenhof auf dem Feldberg wurden erneut Maßnahmen zum Schutz der Tiere getroffen. So wurde auch in diesem Jahr ein Strohkasten unterhalb des Nestes angebracht.
Die Umweltbeauftragte der Stadt, Birte Sterf, erklärt: „Uhus sind standorttreue Tiere, und es ist erfreulich, dass Charlotte und Leopold die Burg weiterhin als Brutplatz nutzen. Die Schießscharte bietet den optimalen Schutz.“

Seit 2019 konnten insgesamt dreizehn Junguhus erfolgreich auf der Burg aufwachsen. Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko freut sich über die positive Entwicklung: „Die Burg Königstein hat sich als wichtiger Brutplatz etabliert, und wir sind stolz darauf, die größte europäische Eulenart dauerhaft bei uns zu beherbergen.“
Zum Schutz der Jungtiere appelliert die Stadtverwaltung an alle Besucherinnen und Besucher, sich besonders rücksichtsvoll zu verhalten. Während der sensiblen Phase des Flüggewerdens im Mai und Juni gilt auf dem Burggelände ein Hundeverbot. Diese Regelung dient ausschließlich dem Schutz der jungen Uhus und ist unbedingt zu beachten.
Die Stadt weist zudem darauf hin, dass das kommende Ritterturnier auf der Burg kein Problem für die Brut der Tiere darstellt. Die Veranstaltung findet in jedem Jahr zur Zeit der Uhu Brut statt.
Die Burg Königstein ist im Sommer täglich geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder.
