Jubiläum Stadtbibliothek

Der Tag der offenen Tür bietet die Gelegenheit, die Stadtbibliothek einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen, sich in Ruhe umzusehen und das vielfältige Angebot zu entdecken. Ob Bücher, Medien, Veranstaltungen oder die Arbeit hinter den Kulissen – an diesem Tag gibt es viel zu entdecken. Natürlich ist auch Zeit zum Stöbern und Schmökern.

Am selben Tag steht am Abend ein weiterer besonderer Termin auf dem Programm: Kea von Garnier liest „Restsommer“. Die Königsteiner Autorin ist am 5. September von 18:00 in der Stadtbibliothek Königstein zu Gast und liest aus ihrem Debüt-Roman. Tickets sind für €10 in der Stadtbibliothek erhältlich.

„Restsommer“ führt in den Sommer 2003 in eine niedersächsische Kleinstadt. Dominik ist der Sohn eines Bestatters und soll später den Familienbetrieb seines alleinerziehenden Vaters übernehmen. Mit Trauer und Tod kennt er sich aus, mit dem Leben dagegen weniger. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein neuer Mitschüler in seine Klasse kommt. Biff ist unangepasst, lässig und impulsiv. Zwischen den beiden entwickelt sich im Laufe eines heißen Sommers eine intensive Beziehung, die alles andere an den Rand drängt.

Auch nach dem Jubiläumswochenende bleibt das Veranstaltungsprogramm der Stadtbibliothek abwechslungsreich. Am 10. September von 19:00 lädt LeseLust, der Förderverein der Bibliothek zum Vortrag „Von Hermann Tietz zu Hertie: Die wunderbare Welt des Warenhauses 1882-1994“ ein. Eintritt frei.

Die großen Einkaufspaläste der Warenhaus-Konzerne prägen seit dem späten 19. Jahrhundert das Bild des Einzelhandels und wurden zu stadtbildgestaltenden Symbolen der modernen Massenkonsumgesellschaft. Bis weit in die in die 1980er Jahre bildeten die großen Häuser unbestrittene Anziehungspunkte der Waren- und Kundenströme, erst danach verblasste ihr Bild und neue Formen des Einkaufs traten an ihre Stelle.

Im Vortrag wird diese Geschichte der deutschen Warenhaus-Branche anhand des Beispiels des Hermann Tietz- bzw. Hertie-Konzerns erzählt. Der Konzern steht gleichermaßen für Größe und Erfolg wie für die politische Tragik nach 1933, den Wiederaufstieg nach 1945 und den Niedergang der Warenhäuser zur Jahrtausendwende.