Zuerst wurde jetzt eine Winterlinde mit einem Stammumfang von 40 bis 50 Zentimetern gepflanzt. Die Winterlinde gilt unter Fachleuten als besonders klimaangepasste und zukunftsfähige Baumart. Um ihr bestmögliche Wachstumsbedingungen zu bieten, wurde sie zusätzlich mit einem Bewässerungssystem ausgestattet.
Im Zuge der weiteren Fertigstellung der geplanten Mehrfamilienhäuser werden zudem sechs weitere einheimische Laubbäume mit einem Stammumfang von jeweils 20 bis 25 Zentimetern gepflanzt. Diese Ersatzpflanzungen sind verbindlicher Bestandteil des Baumfällbescheids und tragen dazu bei, langfristig neuen, hochwertigen Baumbestand im Ölmühlweg zu schaffen. Auf weitere zusätzliche Bepflanzungen hat die Stadt keinen Einfluss, kann in diesem Fall keine Vorgaben machen. Das liegt in Händen des Bauherren.
Im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben war die Fällung eines Mammutbaums notwendig geworden, was in der Öffentlichkeit auf großes Interesse gestoßen war. Trotz intensiver Prüfung und des ausdrücklichen Wunsches aller Beteiligten, den Baum zu erhalten, ließ sich dies aus statischen Gründen nicht realisieren: Durch die erforderlichen Bauarbeiten hätte ein erheblicher Teil des Wurzelwerks entfernt werden müssen, wodurch die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.
Umso wichtiger ist es, dass mit den nun begonnenen Ersatzpflanzungen frühzeitig neuer, nachhaltiger Baumbestand geschaffen wird. Nach Abschluss der gesamten Baumaßnahme wird die Stadt Königstein die vollständige Umsetzung der Auflagen kontrollieren und die Ersatzpflanzungen überprüfen.
