Die Stadt Königstein erarbeitet derzeit einen nachhaltiges integrierten Mobilitätsplan, in dem aktuelle Herausforderungen und Problemstellen identifiziert und Lösungen erarbeitet werden.
Um den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Klimaneutralität im Jahr 2045 umzusetzen, legt der integrierte Mobilitätsplan einen besonderen Fokus auf eine nachhaltige, umweltfreundliche und sozialverträgliche Mobilitätsplanung. Der Plan dient als Instrument für die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung. Er soll alle Verkehrsarten gleichermaßen berücksichtigen, einschließlich Fuß- und Radverkehr, ÖPNV, Autoverkehr und neue Mobilitätsformen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Königstein nachhaltig in Bewegung zu setzen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu stärken.
Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Stand des Prozesses, zu den Zwischenergebnissen und zu den Beteiligungsmöglichkeiten.
Gemeinsam mit dem Verkehrsplanungsbüro plan:mobil und dem Beteiligungsbüro DialogWerke haben wir die Analyse der Verkehrssituation in Königstein abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden wir zusammen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ein Leitbild für die zukünftige Mobilität erarbeiten.
Stadt Königstein im Taunus
Öffentliches Mobilitätsforum am 31. Januar 2026
15. Dezember 2025
Save the date -Das öffentliche Bürgerforum zum Königsteiner Mobilitätsplan findet am Samstag, dem 31. Januar 2026 von 10:30 - 15:00 Uhr im Haus der Begegnung statt und bietet Gelegenheit zu Information, Austausch und Beteiligung.
Agenda
ab 10:30 Ankommen und Ausstellung zur Mobilitätsanalyse
11:00Offizielle Begrüßung durch Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko
11:10Einführung durch die Moderation
11:20Keynote „Nachhaltige Mobilität in Kommunen“ Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Leiter des Frankfurt Lab for Social-Ecological Transfor- mation of Urban Mobility Goethe-Universität Frankfurt a. M.
11:45Ein Mobilitätsplan für Königstein Gespräch der Moderation mit Clara Scheffler, Koordinatorin Nachhaltige Mobilität Stadt Königstein und Felix Kühnel, Projektleiter des Planungsbüros plan:mobil
12:00MITMACHEN I – Ein Mobilitätsplan für alle Königsteiner:innen Kommentierung der Mobilitätsanalyse aus verschiedenen Perspektiven
13:00 Königstein in der Region Frankfurt RheinMain
Gespräch mit Lisa Lauf, Hochtaunuskreis, Georgios Kontos, Regionalverband RegionFrankfurtRheinMain und Jan Stübner, Fachzentrum Nachhaltige Mobilitäts- planung
Ergebnisse des Reallabors transform-R: Reallabore für regionalen Klimaschutz. Ge- spräch der Moderation mit Melina Stein, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE Frankfurt).
13:30 MITMACHEN II – Ziele und Maßnahmen für die Mobilität in Königsteiner:innen Konkretisierung des Leitbildes für die zukünftige Mobilität in Königstein Sammlung von Maßnahmenideen zur
14:40 Zusammenführung der Ergebnisse und Ausblick
15:00 Ende des Mobilitätsforums
Nach dem Mobilitätsforum am 31. Januar haben Sie von 15:30 - 17:00 Uhr im Haus der Begegnung die Möglichkeit, sich über das Klimaanpassungskonzept der Stadt Königstein zu informieren.
Zwischen März und Juni 2025 konnten Bürgerinnen und Bürger sowie alle Personen, die regelmäßig in Königstein unterwegs sind, online, per Papierfragebogen und bei Veranstaltungen ihre Einschätzungen und Wünsche zur Mobilität in Königstein äußern.
Knapp 1.550 Menschen haben an der ersten Beteiligungsphase zum Mobilitätsplan der Stadt Königstein teilgenommen. Damit wurde eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung erreicht. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich vor allem mehr Sicherheit für den Radverkehr, bessere Radwege und eine kinderfreundliche Infrastruktur.
Zentrale Ergebnisse der Befragung
Stärken: Besonders positiv wurden der Busverkehr (60 % der Befragten bewerteten ihn als eher gut oder gut) und die Fußweginfrastruktur bewertet.
Schwächen: Deutlich schlechter schneidet die Radverkehrsinfrastruktur ab. Auch die Unzuverlässigkeit der Bahnverbindung RB 12 wurde vielfach kritisiert.
Verkehrssicherheit: Rund 90 % der Befragten bewerten den Radverkehr als unsicher. Fehlende Radwege, unsichere Schulwege und stark befahrene Straßen stehen dabei ganz oben auf der Kritikliste.
Einzelhandel: Die fußläufige Erreichbarkeit der Geschäfte wird von über 80 % der Befragten als (eher) gut bewertet. Auch mit dem Auto und dem Bus ist der Einzelhandel überwiegend gut erreichbar.
Wohnstandorte: Am besten erreichbar ist die eigene Wohnung mit dem Auto (85 % positiv). Mit dem Fahrrad (56 %) und dem ÖPNV (52 %) zeigen sich dagegen deutliche Defizite.
Mobilität bezeichnet die Fähigkeit, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen, sei es zu Fuß, mit Fahrzeugen oder durch andere Fortbewegungsmittel. Es umfasst sowohl individuelle Bewegungsfreiheit als auch die Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Verkehr bezeichnet die realisierten Ortsveränderung.
SUMP steht für "Sustainable Urban Mobility Plan", zu Deutsch "Nachhaltiger städtischer Mobilitätsplan". Die Europäische Union hat zu diesem Thema Empfehlungen herausgegeben, die Leitlinien zu Inhalten und Beteiligung beinhalten. Das Mobilitätskonzept der Stadt Königstein wird auf diesen Empfehlungen aufbauen. Ein nachhaltiges integriertes Mobilitätskonzept stellt einen strategischen Rahmen für die Verkehrsentwicklung dar. Neben den Zielen, die die Stadt anstrebt, beinhaltet dieser Rahmen Handlungsempfehlungen und einen Maßnahmenkatalog, der zur Zielerreichung dient. Die Maßnahmen werden durch eine Priorisierung sowie Aussagen zur Finanzierbarkeit und zu bestehenden Förderprogrammen, Personalbedarfen und Verschneidungen zu anderen Themenfeldern zu einem integrierten Gesamtkonzept zusammengeführt. Die Europäische Union hat zu diesem Thema ("Sustainable Urban Mobility Planning") Empfehlungen herausgegeben, die Leitlinien zu Inhalten und Beteiligung beinhalten. Das Mobilitätskonzept der Stadt Königstein wird auf diesen Empfehlungen aufbauen.
Das Mobilitätskonzept für Königstein umfasst die gesamte Stadt sowie alle Stadtteile und berücksichtigt sowohl die innerstädtische als auch die regionale Entwicklung der Mobilität.
Im Zuge der Erstellung des Mobilitätskonzeptes für die Stadt Königstein erfolgt eine umfassende Untersuchung der derzeitigen Mobilität. Zu diesem Zwecke werden die Handlungsfelder ÖPNV, Fußverkehr, Radverkehr, Kfz-Verkehr (fließend und ruhend), Vernetzte Mobilität, Mobilitätsmanagement, Kommunikation, Schul- sowie Wirtschaftsverkehr analysiert.
Das integrierte Gesamtkonzept soll von der kommunalen Politik in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Aufgabe, Ziele für die Verkehrsentwicklung festzulegen und eine verbindliche Handlungsgrundlage für die nächsten 15 Jahre zu schaffen.
Das Mobilitätsmanagement umfasst die Bereitstellung von Informationen über die Nutzung alternativer Verkehrsmittel sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen und effizienten Mobilität. Ziel ist es, Verkehrsprobleme zu reduzieren, die Verkehrssicherheit zu verbessern und Umweltbelastungen zu mindern, um so die Lebensqualität zu steigern. Zu den Maßnahmen zählen die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Nahmobilität sowie die Einführung von Car- und Bikesharing-Angeboten.
Mobilitätsstationen sind Standorte, an denen verschiedene Verkehrsmittel gebündelt sind. Die Größe, das Design und die konkrete Ausstattung der Stationen können je nach Lage variieren. Zu den typischen Merkmalen zählen Angebote zum Car-, E-Bike- und E-Lastenrad-Sharing, vor Witterung geschützte Abstellflächen für Fahrräder, Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen sowie die Nähe zu Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs.
Der Modal-Split gibt den prozentualen Anteil eines bestimmten Verkehrsträgers am Gesamtverkehr wieder. Die Daten basieren in der Regel auf dem Verkehrsaufkommen oder der Verkehrsleistung. Mithilfe dieser Methode ist es möglich, die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel im Personenverkehr zu unterscheiden und darzustellen. Ein Beispiel hierfür ist die Unterscheidung zwischen öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und motorisiertem Individualverkehr (MIV).
Multimodalität bedeutet, dass einer Person verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, mit denen diese verschiedene Wege zurücklegen kann. Multimodal ist jemand unterwegs, wenn er beispielsweise für den Weg zur Arbeit mit dem Auto fährt, für den Einkauf zu Fuß geht, mit dem Fahrrad zur Kita fährt und für den Weg ins Fitnessstudio den Bus nimmt.
Intermodalität bezeichnet die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel, um eine Strecke zurückzulegen. Eine Person ist intermodal unterwegs, wenn sie zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Bushaltestelle fährt, dann mit dem Bus weiterfährt und schließlich zu Fuß vom Zielort zur Haltestelle geht.
Der Begriff bezeichnet die Kombination aus umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Dazu zählen der Fuß- und Radverkehr, der öffentliche Nahverkehr sowie Sharing-Angebote wie Carsharing oder Fahrgemeinschaften. Ziel des Umweltverbundes ist die Reduzierung der Umweltbelastungen durch den Verkehr und die Steigerung der Lebensqualität.
MIV steht für motorisierten Individualverkehr und bezeichnet Fahrten im Personenverkehr, bei denen die Verkehrsteilnehmer ihre Wege mit motorisierten Fahrzeugen wie Pkw oder Kraftfahrzeugen zurücklegen.
Der Begriff „On-Demand“ bedeutet „auf Nachfrage“ und beschreibt einen Verkehr, der ausschließlich bei Bedarf durchgeführt wird. Im Gegensatz zum regulären Verkehr, bei dem Fahrpläne eingehalten werden, erfolgt die Personenbeförderung in der Regel unabhängig von einem Fahrplan auf Nachfrage. Die Fahrgäste können dabei haltestellenunabhängig ein- und aussteigen. Die Organisation eines On-Demand-Verkehrs erfolgt in der Regel über eine App, mit deren Hilfe ein Fahrzeug zum gewünschten Ort bestellt werden kann. Insbesondere für ländlich geprägte Räume ist der On-Demand-Verkehr von großer Bedeutung, da er zur Erhaltung der Daseinsvorsorge beiträgt. Auch in Schwachverkehrszeiten mit geringer Nachfrage kann er ein attraktives Angebot darstellen.