Burg ist
„Ort der Demokratiegeschichte"

In einer feierlichen Veranstaltung überreichte Franziska Kiermeier, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hessen und Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“, die Auszeichnung an Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko. Zahlreiche geladene Gäste nahmen an der Feierstunde im Rathaus teil und würdigten die Bedeutung des Ortes für die deutsche Demokratiegeschichte.

Der 18. März gilt als eines der wichtigsten Daten der deutschen Demokratieentwicklung. Er erinnert unter anderem an die Ausrufung der Mainzer Republik im Jahr 1793, die Revolution von 1848 sowie die erste freie Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. Bundesweit beteiligten sich mehr als 250 Orte und Institutionen an diesem Aktionstag, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stand.

Die Auszeichnung der Königsteiner Burg ist eng mit ihrer historischen Rolle verbunden: Nach dem Ende der Mainzer Republik wurden Unterstützer der demokratischen Bewegung auf der Festung inhaftiert. Damit ist die Burg ein bedeutender Erinnerungsort für eines der frühesten Kapitel demokratischer Bestrebungen auf deutschem Boden.

Im Rahmen des Aktionstages öffnete die Burg von 14 bis 17 Uhr ihre Tore für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher konnten bei freiem Eintritt die Sonderausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie. Die Mainzer Republik“ besichtigen. Die Ausstellung beleuchtet die Entstehung, Entwicklung und das Scheitern der Mainzer Republik sowie deren Nachwirkungen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. April 2026 auf der Burg zu sehen und wird parallel auch im Rathaus Königstein präsentiert. Dort kann sie montags bis freitags am Vormittag besucht werden. Für Schulklassen und Gruppen werden zudem individuelle Termine angeboten.

Mit der Auszeichnung der Königsteiner Burg wird ein weiterer bedeutender Ort in das bundesweite Netzwerk der Demokratiegeschichte aufgenommen. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Erinnerung an historische Entwicklungen für das Verständnis und die Stärkung unserer heutigen Demokratie ist.