Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko ist es ein persönliches Anliegen, den bedeutenden Baum stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Wandergäste zu rücken: „Die Linde ist ein lebendiges Stück Ortsgeschichte, das es zu würdigen gilt."
Auch Erster Stadtrat Jörg Pöschl hatte das Thema auf dem Schirm, denn dem Baum kommt eine besondere Bedeutung für die Ortsidentität zu. „Ich wurde mehrfach von Schneidhainern angesprochen, ob wir die Linde nicht besser ins Bewusstsein rücken könnten.“ Die neue Kennzeichnung ist daher nun ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für dieses Naturdenkmal.
Allerdings leidet die Linde unter den Folgen der vergangenen trockenen und heißen Jahre und einem aggressiven Baumpilz: Der Baum ist sehr geschwächt und nicht mehr gesund. Seit Jahren kämpft die Stadt zusammen mit diversen Experten um den Erhalt des kranken Baumes. Die Kennzeichnung soll daher auch das Bewusstsein für den Klimastress schärfen, dem alte Bäume zunehmend ausgesetzt sind.
Wanderinnen und Wanderer, die in dieser Saison durch Schneidhain kommen, sind herzlich eingeladen, der Linde einen Besuch abzustatten.
Der Baum ist schon seit 1938 ein Naturdenkmal, was 1990 vom Hochtaunuskreis nochmals offiziell bestätigt wurde. Die Untere Naturschutzbehörde prüft die Naturdenkmäler regelmäßig einmal im Jahr.
