Forum zur Stadtmitte: 
Grün, offen, nachhaltig

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung die Umgestaltung beschlossen hat und noch bevor die Bauarbeiten beginnen, setzt die Stadt bewusst auf Transparenz und Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die geplanten Maßnahmen rund um die Konrad-Adenauer-Anlage, den Kurpark und den neuen Busbahnhof zu informieren. An mehreren Themenstationen standen Fachplanerinnen und Fachplaner, Architekturbüros sowie Mitarbeitende der Verwaltung für Gespräche, Fragen und Anregungen zur Verfügung.


Eine Stadtmitte zum Verweilen

Geplant ist ein zusammenhängender Stadtraum von der Konrad-Adenauer-Anlage bis zum Kurpark, der Begegnung, Bewegung und Erholung ermöglicht. Der Kapuzinerplatz wird dabei zu einem lebendigen Mittelpunkt mit Wasserspielen, schattenspendenden Bereichen und Raum für Veranstaltungen aller Generationen.

„Wir schaffen eine Stadtmitte zum Verweilen statt nur zum Durchqueren“, betonte Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko in ihrer Begrüßung. Die Neugestaltung solle Aufenthaltsqualität, Klimaschutz und moderne Mobilität miteinander verbinden und das Herz Königsteins langfristig stärken.


Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Fokus

Ein zentrales Element der Planung ist die konsequente Ausrichtung auf Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Vorgesehen sind unter anderem:

  • neue Grünflächen und Baumpflanzungen zur Verbesserung des Stadtklimas,
  • Entsiegelung bislang stark befestigter Flächen,
  • ein innovatives Wassermanagement mit Nutzung von Regen- und Brauchwasser,
  • Zisternen zur nachhaltigen Bewässerung der Vegetation,
  • sichtbare Wasser-Elemente

Gerade als heilklimatischer Kurort trägt Königstein hier eine besondere Verantwortung für einen behutsamen und zukunftsorientierten Umgang mit natürlichen Ressourcen.


Mobilität neu gedacht – barrierefrei und übersichtlich

Auch die Verkehrsführung und Erreichbarkeit werden neu organisiert. Vorgesehen sind barrierefreie Bushaltestellen, moderne Fahrradstellplätze, Ladezonen sowie ein intelligentes Parkleitsystem. Eine Tiefgarage bündelt künftig Stellplätze, sodass oberirdisch mehr Raum für Grün, Wege und Aufenthaltsbereiche entsteht. Ziel ist es, Verkehr zu beruhigen, Wege klarer zu strukturieren und die Innenstadt für alle Menschen besser zugänglich zu machen.


Ergebnis eines langen Beteiligungsprozesses

Die Idee zur Neugestaltung entstand bereits im Jahr 2018. Es folgten das Verkehrskonzept 2022 sowie eine umfassende Bürgerbeteiligung 2023 mit Online-Formaten, Workshops und öffentlichen Veranstaltungen. Die nun vorliegenden Planungen sind somit das Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses.

„Ein Beschluss beendet nicht den Dialog – er ist der Beginn der konkreten Ausgestaltung“, so die Bürgermeisterin. Die Stadt sehe sich weiterhin im Austausch mit Bürgerschaft, Gewerbe und Anliegern, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Bauphase.


Unterstützung für Gewerbe während der Bauzeit

Gerade für die ansässigen Geschäfte bringt die Bauzeit Herausforderungen mit sich. Die Wirtschaftsförderung arbeitet daher an flankierenden Maßnahmen wie einem aktiven Baustellenmarketing und weiteren Unterstützungsangeboten, um die Erreichbarkeit und Attraktivität der Innenstadt auch während der Umgestaltung zu sichern.


Investition in die Zukunft Königsteins

Das Gesamtprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro. Für zentrale Maßnahmen konnten Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ eingeworben werden; weitere Förderanträge laufen.

Die neue Stadtmitte versteht sich als ganzheitliches Stadtentwicklungsprojekt, bei dem Grünplanung, Infrastruktur, Mobilität und wirtschaftliche Belange ineinandergreifen.


Gemeinsam die Stadt von morgen gestalten

Die große Resonanz des Informationsabends zeigte, wie sehr die Neugestaltung bewegt. Neben Zustimmung wurden auch Fragen und unterschiedliche Perspektiven geäußert – ein wichtiger Bestandteil des Prozesses.

„Wir stehen an einem Wendepunkt“, sagte Beatrice Schenk-Motzko. „Die Entscheidung ist die Grundlage für das Königstein der Zukunft: grün, lebendig, offen und modern. Diese Stadtmitte ist ein Gemeinschaftsprojekt – und sie wird dann gut, wenn wir sie gemeinsam weiterdenken.“

Die Stadtverwaltung wird auch im weiteren Verlauf regelmäßig informieren und Möglichkeiten zum Dialog anbieten.