Königstein im Taunus

Fundbüro Königstein im Taunus

Sie haben etwas verloren? Oder etwas gefunden? Hier sind sie richtig!

Das Fundbüro der Stadt Königstein befindet sich in den Räumlichkeiten der Kur- und Stadtinformation. 

Öffnungszeiten und telefonische Erreichbarkeit

Montag – Freitag von 9.00 – 18.00 Uhr

Kontakt

  • Telefon: (0 61 74) 202 251

Besucheradresse

  • Fundbüro in der Kur- und Stadtinformation, Hauptstraße 13 a, 61462 Königstein im Taunus

  • Tipps für eine vernünftige Vorgehensweise und was bei der Inempfangnahme zu beachten ist.

  • Fundsachen werden in dem Fundbüro abgegeben, in dessen Gemarkung der Gegenstand gefunden/veroren wurde.

  • Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt in den §§ 965–984 den Umgang mit einer verlorenen, d. h. besitzlosen (aber nicht herrenlosen) fremden Sache. 


 

Fundrecht ist das in den §§ 965–984 BGB geregelte Recht, das beim Auffinden einer verlorenen, d. h. besitzlosen (aber nicht herrenlosen) fremden Sache angewendet wird. Finder ist, wer eine verlorene Sache entdeckt und an sich nimmt. Der Finder braucht nicht geschäftsfähig zu sein. Er hat dem Verlierer, Eigentümer oder anderen Empfangsberechtigten, sonst der zuständigen Behörde, von einem Fund im Wert von mehr als 10 Euro unverzüglich Anzeige zu machen. Anderenfalls macht er sich einer Unterschlagung schuldig. Auch ist der Finder zur Verwahrung der Sache verpflichtet. Droht der Verderb der Sache oder ist die Aufbewahrung mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden, so hat er sie öffentlich versteigern zu lassen, nachdem die Behörde davon benachrichtigt wurde; er ist auch berechtigt und auf deren Verlangen verpflichtet, die Sache der Behörde abzuliefern. Der Finder haftet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit (§ 968 BGB). Er hat Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen und auf Finderlohn.

Mit dem Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige des Fundes erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, falls ihm nicht vorher ein Empfangsberechtigter bekannt geworden ist oder dieser sein Recht bei der zuständigen Behörde angemeldet hat (bei Fundgegenständen im Wert bis 10 Euro beginnt die Frist mit dem Fund). Der Finder ist aber noch drei Jahre nach dem Eigentumserwerb dem ursprünglichen Eigentümer zur Rückübereignung nach den Vorschriften der ungerechtfertigten Bereicherung verpflichtet. Verzichtet der Finder der zuständigen Behörde gegenüber auf das Recht zum Erwerb der Sache, so geht dieses Recht auf die Gemeinde des Fundortes über.

Besondere Regelungen gelten für Funde in den Geschäftsräumen oder den Beförderungsmitteln einer öffentlichen Behörde oder einem dem öffentlichen Verkehr dienenden Unternehmen (neben den öffentlichen Verkehrsbetrieben gilt dies auch für privat betriebene Unternehmen, z. B. Taxiunternehmen). Sie müssen in jedem Fall der jeweiligen Behörde oder dem Unternehmen abgeliefert werden. Der Finderlohn ist hier nur halb so hoch wie bei regulären Funden und es gibt ihn nur für Sachen im Wert ab 50 Euro. Ein Eigentumserwerb findet nicht statt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.