Königstein im Taunus

Kurhaus & Kurpark

Zwei Tage lang feierten die Königsteiner im Sommer 1927 die Einweihung ihres neuen Kurhauses. Zentral an der Hauptstraße gelegen und doch inmitten des Kurparks, mit bestem Panoramablick und schöner Aussicht auf die Burgruine war die Villa Borgnis das ideale Zentrum des Kurbetriebs. Ursprünglich erbaut hatte sie Matthias Borgnis (1798-1867) und seine Frau Luise von Bethmann. Die wohlhabenden Frankfurter Eheleute waren mit die ersten, die sich in Königstein einen Sommersitz einrichteten. Hier suchten sie Ruhe und Entspannung in der Natur. Das Haus lag geradezu verwunschen inmitten von üppigen Blumenrabatten.


Mit der Gestaltung des Parks beauftragten Borgnis´ den seinerzeit führenden Gartenarchitekten im Frankfurter Raum, Franz Heinrich Siesmayer. Siesmayer schuf bedeutende Anlagen wie den Palmengarten in Frankfurt oder den Nauheimer Kurpark. Noch heute ist im Königsteiner Kurpark seine Grundanlage erkennbar. Auch viele Gewächse stammen aus der Zeit. Die alte Kastanie und die Mammutbäume sind wahrscheinlich noch älter. Nachdem die Stadt das Königsteiner Anwesen 1923 erworben hatte, wurde der Park erweitert und umgestaltet. Der große Brunnen vor dem Kurhaus kam hinzu, eine Verbindung zum Burghang wurde hergestellt und die Anlage für alle Königsteiner und ihre Gäste als Kurpark geöffnet.














Abbildung: Das heutige Kurhaus war die private Villa der Familie Borgnis, hier um 1900.