Königstein im Taunus

Villa Borgnis

Hauptstraße 21

Das Kurhaus vom Eingang zum Kurpark, um 1926 (Foto: Stadtarchiv Königstein)

1835 erwarb der Frankfurter Kaufmann und Bankier Matthias F. Borgnis eine Hofreite an der Hauptstraße 21 zusammen mit einem weitläufigen Gartengrundstück. Hier ließ er 1860 eine Gartenvilla für die heiße Jahreszeit errichten. Damit war er der erste Frankfurter, der Königstein zu seinem Sommersitz wählte. Die Villa wurde im Stil eines Schweizerhauses mit vielen Holzelementen und weit vorgezogenem Dach errichtet

Historische Postkarte, um 1928. (Foto: Stadtarchiv Königstein)


Blick von der Terrasse in den Park, um 1926. (Foto: Stadtarchiv Königstein)Nach dem Tod des Vaters erbte seine Tochter Anna das Anwesen. Sie hatte ihren Cousin Franz Borgnis geheiratet. Das Paar lebte abwechselnd in Frankfurt und Königstein, wo sie sich als große Wohltäter engagierten.

Die Villa bauten sie weiter aus, unter anderem mit einer großen Veranda. Den Park ließ Franz Borgnis von dem renommierten Frankfurter Gartenarchitekten Franz Heinrich Siesmayer als Englischen Garten anlegen. Er integriert Bereiche des ehemaligen Schloßparks, den bereits die Mainzer Kurfürsten ab 1682 unterhalb der Burg gestalten ließen. 1926 erwarb die Stadt Königstein Villa und Park.



Das Kurhaus in den 1960er Jahren (Foto: Stadtarchiv Königstein)

Das Gebäude wurde von Stadtbaumeister Loitz zum Kurhaus umgestaltet. Heute beherbergt es das Standesamt und ein Restaurant. Der ehemals private Park wurde zum öffentlichen Kurpark und bietet heute vielfältige Erlebnisbereiche von wechselnder Blumenpracht bis zu fast 200jährigen Mammut- und Kastanienbäumen.

Kurhaus und Park heute.