Königstein im Taunus

Verleihung des Eugen-Kogon-Preises der Stadt Königstein im Taunus

Die Preisträger seit 2002

    2002
    Prof. Wladyslaw Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außenminister, Historiker und Publizist.
    Laudatio: Prof. Dr. Alfred Grosser
    2003
    Prof. Dr. Hartmut von Hentig, Pädagoge und Publizist.
    Laudatio: Dr. Annette Schavan
    2004
    Prof. Dr. Joseph Rovan, französischer Historiker, Journalist, Förderer deutsch-französischer Beziehungen.
    Laudatio: Klaus Harpprecht
    2005
    Prof. Dr. Hans Maier, Politologe, ehemaliger bayrischer Kultusminister.
    Laudatio: Prof. Dr. Jens Reich
    2008
    Maximilian-Kolbe-Werk, Hilfsorganisation für die Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager.
    Laudatio: S. Em. Prof. Dr. Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz
    2009
    Stéphane Hessel, französischer Widerstandskämpfer, Diplomat und Schriftsteller. Hessel lernte Eugen Kogon im Konzentrationslager Buchenwald kennen und verdankte ihm sein Leben.
    Laudatio: Prof. Dr. Ing. habil. Dagmar Schipanski, Präsidentin des Thüringer Landtags
    2010
    Hildegard Hamm-Brücher, Staatssekretärin und ehemalige Bundestagsabgeordnete.
    Laudatio: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.
    2013
    Václav Havel, Schriftsteller und ehemaliger Staatspräsident der Tschechischen Republik. Der Preis sollte 2012 posthum an den 2011 verstorbenen Vaclav Havel verliehen werden. Die Preisübergabe an die Stellvertreterin des tschechischen Botschafters, Eva Dvoraková, konnte wegen einer Erkrankung des Laudators erst 2013 stattfinden.
    Laudatio: Dietrich Genscher, Bundesaußenminister a.D.
    2013
    Dany Atar aus Israel (Bürgermeister von Gilboa) und Qaddoura Mousa aus Palästina (Gouverneur von Dschenin) für ihren Einsatz um Vertrauen, Vermittlung und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. Für den kurz zuvor verstorbenen Qaddoura Mousa nahm dessen Sohn Mousa Qaddoura den Preis entgegen.
    Laudatio: Rudolf Dreßler, Botschafter a.D.
    2015
    Gunter Demnig, Initiator der Verlegung von „Stolpersteinen“ in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Stolpersteine erinnern an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und an das Leid, das sie erfahren haben.
    Laudatio: Prof. Dr. phil. Manfred Schneckenburger
    2017
    Prof. Dr. Alfons Erzbischof Nossol wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste um die deutsch-polnische Aussöhnung und um die Ökumene ausgezeichnet.
    Laudatio: S.Em. Prof. Dr. Walter Kardinal Kasper
    2018
    Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Grosser, Politologe und Publizist, wurde für seine besonderen Verdienste als einer der wichtigsten Wegbereiter der Annäherung, der Verständigung und der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich geehrt.
    Laudatio: Dr. Michael Kogon und Beate Kogon-Aboulgheit
    2019
    Herta Müller, Schriftstellerin, wurde für ihre unverwechselbare Sprache durch besondere Wortverbindungen ausgezeichnet. Sie kämpft seit vielen Jahren gegen den politischen Druck der Diktatur und dessen Auswirkungen auf den einzelnen Menschen.
    Laudatio: Dr. Ina Hartwig



    Richtlinien

    1) Die Stadt Königstein im Taunus verleiht den Eugen-Kogon-Preis an Personen oder Institutionen, deren Wirken und Schaffen in herausragender Weise von dem demokratischen Gedankengut getragen wird, das der langjährige Königsteiner Bürger, Professor Dr. Eugen Kogon, in seinem Wirken verkörpert hat.

    2) Der Preis wird grundsätzlich jährlich verliehen.
         a) Der Preis besteht aus einer Verleihungsurkunde und einem Geldbetrag in Höhe von 5.000,00 EUR.
         b) Eine Teilung des Preises ist nicht möglich.
         c) Der Preis kann an dieselbe Person oder Institution nur einmal verliehen werden.

    3) Die Übergabe des Preises erfolgt in einer öffentlichen Feierstunde.

     4) Vorsitzender des Kuratoriums ist der jeweils amtierende Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Königstein im Taunus. Stellvertreter ist der Bürgermeister der Stadt Königstein im Taunus. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums gehören auch nach dem Ende ihrer Amtszeit als Stadtverordnetenvorsteher bzw. Bürgermeister der Stadt Königstein im Taunus auf eigenen Wunsch dem Kuratorium an.

    5) Die Zahl der Kuratoriumsmitglieder beträgt in der Regel 19 Personen. Ein Mitglied, das seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann oder will, kann jederzeit sein Amt durch schriftliche Erklärung an den Vorsitzenden niederlegen. Es kann dabei einen Nachfolger vorschlagen. Nimmt ein Mitglied mehr als dreimal hintereinander nicht an Kuratoriumssitzungen teil, kann der Vorsitzende es auffordern zu erklären, ob es auf sein Mandat verzichten will. Bleibt es auch danach zweimal hintereinander den Sitzungen fern, kann das Kuratorium die Beendigung der Mitgliedschaft des betreffenden Mitglieds beschließen. Nach Ausscheiden eines Mitglieds wählt, soweit kein Funktionsträger nachrückt, das Kuratorium einen Nachfolger.

    6) Das Kuratorium fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit.

    7) Das Kuratorium wählt bei Bedarf aus seinen Mitgliedern eine Vorschlagskommission von sieben Personen. Die Vorschlagskommission ist beschlussfähig, wenn vier Personen anwesend sind. Sie entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit.

    8) Für die Preisverleihung empfehlen die Mitglieder der Vorschlagskommission dem Kuratorium bis zu drei Kandidaten.

    9) Über die Verleihung des Preises entscheiden die anwesenden Mitglieder des Kuratoriums. Für die Preisverleihung ist das Einvernehmen des Magistrats der Stadt Königstein im Taunus einzuholen.

    10) Der Preis kann aberkannt werden, wenn sich ein Preisträger nachträglich als unwürdig erweist. Ein Beschluss über die Aberkennung bedarf einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder des Kuratoriums und mindestens der Mehrheit der Mitglieder des Kuratoriums.

    11) Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder anwesend ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden, den Ausschlag. Ist auch der stellvertretende Vorsitzende verhindert, so entscheidet die Stimme desjenigen Mitglieds, das zum Sitzungsleiter gewählt ist und die Sitzung leitet.

    12) Zu den Sitzungen lädt der Vorsitzende des Kuratoriums, unter Angabe der Tagesordnungspunkte mit einer Frist von drei Wochen, ein.