Königstein im Taunus

Angekommen in Königstein

Sandra Kuhnert ist seit 1. August 2017 neue Personalchefin und Leiterin des Fachbereichs Zentrale Dienste der Stadt Königstein. Sie folgt Petra Steinhuber-Honus, die im Frühjahr in gleicher Funktion zur Stadt Bad Vilbel gewechselt ist.

Sandra Kuhnert ist Diplom-Verwaltungswirtin und kann auf eine 28-jährige Laufbahn im Dienst der Stadt Frankfurt am Main verweisen. Dort begann sie beim Magistrat 1989 zunächst eine klassische Berufsausbildung. Erst während ihrer Ausbildungszeit, quasi in einem zweiten Schritt, habe sie ihr Fabel für die Kommunalverwaltung entdeckt und sich für ein Verwaltungsstudium entschieden. „Ich hatte bei der Stadt Frankfurt am Main gute Mentoren, die mich bestens beraten haben zu meinen weiteren beruflichen Schritten innerhalb der Frankfurter Verwaltung. Ich bin sehr dankbar, auch von Seiten der Stadt Frankfurt die entsprechenden Qualifizierungsmöglichkeiten erhalten zu haben“, merkt Kuhnert rückblickend und anerkennend an.

Im Anschluss an das Studium arbeitete die jetzt 44-jährige Neu-Anspacherin in verschiedenen Ämtern der Stadt Frankfurt. Hier kristallisierte sich für sie schnell, über unterschiedlichste Funktionen und Verantwortungen, die sie in ihrer Zeit dort wahrgenommen hat, ihr Aufgabenschwerpunkt heraus – das Personalmanagement. Von der zunächst eigenen Personalsachbearbeitung im Zoologischen Garten, über die Personalleitung im damaligen Bauverwaltungsamt, bis hin zu diversen Leitungsfunktionen, unter anderem vier Jahre als Personalleiterin des Straßenverkehrsamtes der Stadt Frankfurt, hat sie sich konsequent weiterqualifiziert. Als Vertiefungsthema nennt sie selbst den Schwerpunkt Arbeitsrecht. Auch im Bereich des Personalvertretungsrechts, als Gleichstellungsbeauftragte, hat sie ihre Kompetenzen erweitert. Aus der Position der Verwaltungsleiterin des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, die sie zuletzt innehatte, bewarb sie sich dann in Königstein im Taunus.

„Weniger Automatismen“

Warum? „Nach so vielen Jahren seine berufliche Heimat zu wechseln, ist natürlich schon ein Schritt“, gesteht Kuhnert. Aber bei einer so großen Verwaltung, wie die der Stadt Frankfurt mit insgesamt rund 11.000 Mitarbeitern, sei man letztlich - auch wenn man zu einer der Führungsebenen gehöre - in der Aufgabenerfüllung eine eher anonyme Person, erläutert sie. Sie habe sich bewusst nach einer kleineren Einheit umgesehen, „in der die Aufgaben mit weniger Automatismen erfüllt werden und in der es zu allen Fachbereichen direkte kollegiale Kontakte gibt“.

Außerdem sei sie im Hochtaunuskreis aufgewachsen und lebe mit ihrer Familie auch hier, sie fühle sich daher eher in dieser Region zugehörig als in Frankfurt. Und als sie die Stellenausschreibung gesehen habe, war ihr Interesse gleich geweckt und eine Bewerbung schnell auf den Weg gebracht. Sie war sehr gespannt, wie weit es ihr gelingen würde, sich gegen andere Bewerberinnen und Bewerber durchzusetzen. „Man selbst hat kein Gefühl bzw. keine Einschätzung dazu, ob das eigene Paket an Qualifikationen und Kompetenzen den Vorstellungen an die ausgeschriebene Stelle entspricht, sodass ich mich wirklich sehr gefreut habe, mich nicht nur hier vorstellen zu dürfen, sondern auch das Vertrauen erhalten habe, die Aufgaben hier in Königstein zu übernehmen“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln.

Sie sieht sich in der Königsteiner Verwaltung herzlich begrüßt und aufgenommen. „Ich habe hier ein wirklich sehr sympathisches und aufgeschlossenes Team vorgefunden. Von Anfang an gab es ein sehr gutes, kollegiales Miteinander. Außerdem habe ich festgestellt, dass Königstein sehr schön ist, die Menschen offen und freundlich sind. Ich habe das Gefühl, in der Aufgabe, aber auch in Königstein selbst angekommen zu sein“, beschreibt sie ihre Eindrücke.

Natürlich gibt es für sie auch jede Menge zu tun. Aber da sie aus ihren bisherigen Tätigkeiten auch die unterschiedlichsten Arbeiten ganz praktisch kennt, weiß sie, wo die Schwierigkeiten liegen und wie ihnen begegnet werden kann. „Es war mir – neben meiner eigenen beruflichen Profession – immer wichtig, über den inhaltlichen Tellerrand zu schauen. Ich will wissen, welche Aufgaben die Kolleginnen und Kollegen zu erfüllen haben, um deren Problemstellungen und daraus resultierende Bedürfnisse zu erkennen“, schildert Kuhnert. So habe sie letztlich auch thematisch einige Kenntnisse und Erfahrungen sammeln können, wie zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit und Ordnung, Baurecht, aber auch zuletzt zum Thema Integration.

Kennerin der Kommunalpolitik

Als Personalleiterin und Leiterin des Gremienbüros nimmt sie auch an Sitzungen des Magistrats, des Haupt- und Finanzausschusses und der Stadtverordnetenversammlung teil. Aber auch in puncto Kommunalpolitik ist sie versiert, denn sie war selbst einige Jahre im Ehrenamt Stadtverordnete und arbeitete durch ihre Tätigkeiten in Frankfurt am Main ebenfalls in dem einen oder anderen Themenfeld mit der politischen Ebene zusammen. Somit kennt sie also bestens die Bedürfnisse und Anforderungen kommunaler Parlamente.

In erster Linie will sie aber offene Ansprechpartnerin für die Königsteiner Verwaltungsmitarbeiter sein. „Die Aufgaben in kommunalen Verwaltungen nehmen zu, der Personalschlüssel wird aber nicht größer, sodass es eines meiner Ziele ist, hier ein adäquates Arbeitsumfeld und eine gute Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten. Meine Aufgabe ist das Suchen, Finden und Umsetzen von guten Lösungen. Die Umsetzung meiner Lösungsansätze in einer guten kollegialen Zusammenarbeit mit der Dienststellenleitung, dem Bürgermeister sowie mit dem Magistrat ist mir ein besonders Anliegen.“

Für sie selbst scheint eine gute Lösung mit ihrer neuen Stelle gelungen zu sein, zeigt ihre Schlussbetrachtung: „Wenn es nach mir geht, würde ich gerne bis zur Pensionierung hier bleiben!“
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17.10.2017