Königstein im Taunus

Eugen-Kogon-Preisverleihung am 10. März

Für seine großen Verdienste um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen nach dem Zweiten Weltkrieg wird Prof. Dr. Alfons Nossol, emeritierter Erzbischof der oberschlesischen Diözese Oppeln, der Eugen-Kogon-Preis 2016 verliehen.

Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, 10. März, um 18.00 Uhr im Haus der Begegnung statt. Die Laudatio wird Walter Kardinal Kasper halten, der ein langjähriger Weggefährte des Preisträgers ist. Alle interessierten Bürger Königsteins sind zu der Preisverleihung herzlich eingeladen.

Der Eugen-Kogon-Preis ist nach dem Publizisten, Politologen und Widerstandskämpfer Eugen Kogon (1903-1987) benannt. Der ehemalige Buchenwald-Häftling, Autor des Buches „Der SS-Staat - Das System der deutschen Konzentrationslager“ und Mitherausgeber der links-katholischen Zeitschrift „Frankfurter Hefte“, lehrte von 1951 bis 1968 Politikwissenschaft in Darmstadt. Bis zu seinem Tod wohnte er in Königstein-Falkenstein.

Mit dem Preis ehrt die Stadt Königstein seit dem Jahr 2002 Persönlichkeiten und Institutionen, „die sich den Grundwerten lebendiger Demokratie verpflichtet fühlen, ihr Leben in den Dienst dieser Werte stellen und dabei so erfolgreich waren, dass dies auch an ihrer öffentlichen Bedeutung ablesbar ist.“ Erster Kogon-Preisträger war der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski. Der Eugen-Kogon-Preis für das Jahr 2012 war dem ehemaligen Staatspräsidenten der Tschechischen Republik, dem Schriftsteller Václav Havel, zuerkannt worden. Der Preis wurde posthum am 22. Februar 2013 verliehen, die Laudatio hielt der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. Zu den Trägern des Eugen-Kogon-Preises der Stadt Königstein gehören u.a. auch Stéphane Hessel, Hildegard Hamm-Brücher, Hans Maier sowie das Maximilian-Kolbe-Werk.

Zur Preisverleihung werden keine Eintrittskarten ausgegeben. Interessierte können formlos an der Veranstaltung teilnehmen.
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27.2.2017