Königstein im Taunus

Für ein sauberes Straßenbild

Seit Jahren mahnen zahlreiche Bürger die mangelnde Sauberkeit in der Stadt an. Herumfliegender Müll, verschmutzte Verkehrsschilder, Hundekot: Hier muss endlich Abhilfe geschaffen werden. Auch das Straßenbild insgesamt könnte deutlich ordentlicher sein.

Dabei sind oft die Bürger selbst in der Pflicht: Lange Zeit ungereinigte Gehwege oder überhängende Hecken privater Grundstücke fallen immer wieder ins Auge, und sind eigentlich von den Anwohnern zu beseitigen. Regelmäßig werden deshalb seitens der Verwaltung in der Presse Auszüge der Straßenreinigungssatzung veröffentlicht, in der die Straßenreinigungspflicht der Anwohner detailliert beschrieben wird. Dennoch verbessert sich die Situation hierdurch kaum. Bei vielen Bürgern kommen offenbar diese als freundliche Bitte veröffentlichten allgemeinen Aufforderungen leider nicht an.

Deshalb sah sich Bürgermeister Helm veranlasst, einen Mitarbeiter des Betriebshofes dafür abzustellen, der selbst Reinigungsaufgaben übernimmt ‑ etwa die Verkehrsschilder säubert oder herumfliegenden Müll aufsammelt. Dazu steht ihm ein Handkarren zur Verfügung, in dem das nötige Reinigungsgerät sowie Mülltonnen untergebracht sind. Zugleich soll er aber auch vor Ort auf die Einhaltung der Straßenreinigungssatzung und des Heckenschnitts achten und gegebenenfalls die Anwohner auf Defizite hinweisen. Wenn nötig, soll der Mitarbeiter entsprechende Notizen im Briefkasten hinterlassen.

So ist es auch geschehen – zahlreiche Aufforderungen, der Reinigungspflicht nachzukommen, landeten auch bereits vor Weihnachten bei den Bürgern, was in einigen Fällen zu Unmut, in anderen Fällen auch zu Verwunderung führte. Denn der Mitarbeiter ging offenbar sehr gewissenhaft an seine Aufgabe heran.

„Grundsätzlich ist es richtig, dass wir nun verstärkt ein Auge auf die Sauberkeit unserer Stadt werfen. Und dazu ist leider offenbar genaue Kontrolle nötig“, erläutert Bürgermeister Helm. „In einigen Fällen können wir aber wohl von einem gewissen Übereifer sprechen. Hier müssen wir in der Aufgabenbeschreibung des Mitarbeiters noch etwas feinjustieren, damit wir das richtige Maß finden“, ergänzt er.

Wenn Apelle alleine nicht helfen, müsse die Stadtverwaltung nun eben weitergehende Maßnahmen ergreifen. Schließlich wolle jeder Bürger eine saubere und sichere Stadt haben, dafür seien die Bürger aber auch selbst mit in die Pflicht zu nehmen. „Für die meisten Grundstückseigentümer ist die Einhaltung ihrer Pflicht zur Straßenreinigung und Heckenrückschnitt selbstverständlich. Dafür danke ich ausdrücklich. Und wenn wir nun noch den Rest dafür gewinnen, rundherum ein schönes und sauberes Straßenbild zu bekommen, ist das ein Gewinn für alle. Spätestens im kommenden Frühjahr wird dies sicherlich für alle positiv erkennbar“, so Helm abschließend.
- - - - - - - - - - -
10.1.2017