Königstein im Taunus

Neues aus dem St.-Josef-Krankenhaus

Seit Januar dieses Jahres ist die neue Abteilung zur geriatrischen frührehabilitativen Behandlung im Königsteiner St.-Josef-Krankenhaus in Betrieb – und sie schreibt schon jetzt eine kleine Erfolgsgeschichte.

15 Prozent über Plan sei die Geriatrie bereits „ausgebucht“, zeigt sich Geschäftsführer Ulrich Lange sehr zufrieden mit der Entwicklung des neuen Angebots, das durch die Fusion mit der Bad Homburger Hochtaunuskliniken GmbH möglich gemacht werden konnte. Spätestens Anfang nächsten Jahres soll die Station 2 fertig umgebaut sein, sodass die 20 Betten der geriatrischen Abteilung dann dort ihr endgültiges Domizil erhalten. Momentan werden noch letzte Arbeiten abgeschlossen.

Alle Zimmer sind barrierefrei, freundlich und sehr modern ausgestattet. Auch in den Bädern wurde auf das kleinste Detail geachtet – von ebenerdigen Duschen bis hin zu verstellbaren Spiegeln, sodass sich darin auch Rollstuhlfahrer sehen können. Selbst die mit neuen Böden ausgestatteten Flure haben nichts von der mancherorts üblichen Muffigkeit. Im Gegenteil: sie sind hell, freundlich und gefällig angeordnete Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Ein Lieblingsort wird sicherlich der Wintergarten mit Blick auf die Königsteiner Burg werden. Bislang als Balkon wenig nutzbar, wird er verglast und so eingerichtet, dass Patienten sich hier wohl fühlen werden.

Neben all den „wohnlichen“ Annehmlichkeiten steht natürlich die ganzheitliche Behandlung im Vordergrund. Und genau das ist die Stärke des Angebots in dem kleinen Königsteiner Krankenhaus. Geriatrische frührehabilitative Behandlung bedeutet, dass ältere Menschen, die vielfach auch Nebenerkrankungen haben, nach Operationen und langen Krankenhausaufenthalten wieder fit gemacht werden.

Dabei wird der erkrankte ältere Mensch in seiner Gesamtheit gesehen ‑ es werden also nicht nur medizinische, sondern auch soziale, psychologische und funktionelle Probleme berücksichtigt. Um diesen ganzheitlichen Behandlungsansatz zu gewährleisten, steht ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Pflege, Ärzten, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern und Neuropsychologen zur Verfügung.

Das Ziel ist es, dem älteren erkrankten Menschen wieder ein hohes Maß an Mobilität und Selbstständigkeit zu ermöglichen. „Wir können uns hier die Zeit nehmen, Patienten beständig zu ermutigen, auch selbst dazu beizutragen, wieder auf die Beine zu kommen und haben da schon ganz erstaunliche Entwicklungen erleben dürfen“, erläutert Lange das erfolgreiche Konzept. In regelmäßigen Teambesprechungen wird in Absprache mit dem Patienten die weitere Therapie, aber auch die Überleitung in das häusliche Umfeld geplant.
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29.11.2016