Königstein im Taunus

Radkonzept nimmt Gestalt an

Das Radkonzept für Königstein nimmt Gestalt an. Bürgermeister Leonhard Helm hat das Thema zur Chefsache gemacht und will, dass die Kurstadt deutlich fahrradfreundlicher wird.

Erster Schritt ist die Öffnung fast aller Einbahnstraßen für den Radverkehr. Diesen Konsens fand das Expertenteam aus Mitgliedern des Magistrats, der Stadtverwaltung, Mitgliedern des ADFC und dem beauftragten Planungsbüro RK-V, die einen Gesamtplan für die Zukunft Königsteins ausarbeiten. Bürgermeister Leonhard Helm: „Die Öffnung der Einbahnstraßen ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. So wird man bald auch vom Westen der Stadt in die Stadtmitte gelangen, ohne über die B8 radeln zu müssen - oder gegen die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen.“

Das Expertenteam schlägt ebenfalls vor, möglichst zeitnah Einmündungen und Ausfahrten besser zu kennzeichnen. Hier steht besonders das Schulzentrum an der Falkensteiner Straße im Mittelpunkt, um die Sicherheit für radfahrende Schüler*innen zu verbessern.

 

In der vergangenen Sitzung der Steuerungsgruppe „Radverkehrskonzept“ mit den Planungsbüro im Haus der Begegnung ging es außerdem um die Umwandlung der Hauptstraße in eine Fußgängerzone und die fahrradfreundliche Gestaltung des Kreisels unter anderem mittels einer einheitlich umlaufender und ausreichend dimensionierten Radverkehrsanlage. Hier sieht der Bürgermeister aber in erster Linie das Land in der Pflicht. „Seit dem Aus für die Umgehungsstraße lässt uns das Land mit denen Problemen des Durchgangsverkehrs ziemlich alleine. Ein Teil der eingesparten Baukosten muss nun der Verbesserung alternativer Verkehrswege und Verkehrsmittel zugute kommen“ formuliert der Bürgermeister seine Forderung. Dabei unterstützt ihn auch ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem letzten Jahr, nach dem Planungen zur Entflechtung der innerörtlichen Verkehre des und Durchgangsverkehrs angestoßen werden sollen. Zusätzlich wurden aber auch die Anbindungen der Nachbargemeinden Glashütten, Kelkheim und Bad Soden diskutiert.

 

Weiterer Punkt war die Anbindung des Bahnhofs, der aus Süden und Westen kommend mit dem Fahrrad nur auf Umwegen zu erreichen ist. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Brücke vor der Wartungshalle problematisch ist, der barrierefreie Umbau der Brücke solle daher wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenprogramms sein.

 

Bürgermeister Helm fasst zusammen: „Das Radverkehrskonzept soll nicht an der Stadtgrenze enden. Es geht um ein einheitliches Gesamtkonzept in die Region hinein und geht über die Schaffung neuer Radwege deutlich hinaus.“ Hier begrüßt er, dass das Konzept in Abstimmung mit dem Konzept des Hochtaunuskreises erstellt wird.

Die Ergebnisse der Königsteiner Überlegungen sollen demnächst im Bauausschuss vorgestellt werden.