Königstein im Taunus

Radfahren in Königstein – Kritik des adfc

Beim aktuellen Fahrradklima-Test hat Königstein sehr schlecht abgeschnitten. Doch die Zeichen in der Stadt stehen auf Veränderung:

Die Stadt Königstein nimmt seit Jahren die Kritik im Punkt Radfahren sehr ernst. Daher wird aktuell gezielt mit einem Fachplanungsbüro, den städtischen Planungs- und Straßenbauabteilungen, sowie den Experten des adfc Königstein und Hochtaunus zusammen an einem neuen Radverkehrskonzept gearbeitet.

Viele Probleme gehen zurück auf beengte Straßenverhältnisse aufgrund der Topographie. Insofern sind einfache Möglichkeiten zum Ausweisen zusätzlicher Fahrradwege oft nicht geben und auch die Öffnung von Einbahnstraßen für den Fahrrad-Gegenverkehr würde zu Konflikten führen. Andererseits sind Umwege oft problematisch wegen der Höhenverhältnisse und Steigerungen.

Aktuell wird mit Landesförderung der Bangert fahrradfreundlicher gestaltet und die Umgestaltung der Frankfurter Straße ist ein Millionenprojekt, das in den kommenden Jahren angegangen werden muss.

Bürgermeister Leonhard Helm: „Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr Menschen in unserer Region aufs Rad steigen. Viele Jahre war das Radfahren nicht im Fokus, da es wegen der Steigungen nicht attraktiv war. Ich fahre selbst nahezu täglich mit dem Fahrrad und kenne die problematischen Stellen. Von meinen Radreisen in andere Regionen Deutschlands und im Ausland nehme ich viele Anregungen mit. In den kommenden Jahren wird es hier viele Verbesserungen geben.“ Einige Verbesserungen werden Bestandteil des Radverkehrskonzepts sein, anderes wird schneller umgesetzt.

Das Ordnungsamt wird die Falschparker auf den Radstreifen stärker kontrollieren, wenn es von den derzeitigen vielen Aufgaben der Corona-Auflagen entlastet wird.