Königstein im Taunus

Sorgenkind Linde in Schneidhain

Untere Naturschutzbehörde hofft auf Erhalt 

Seit einiger Zeit beobachtet die Stadt Königstein die Linde im Ortsteil Schneidhain mit Sorge. Das circa 130 Jahre alte Naturdenkmal zeigte einerseits Pilzbefall, andererseits ging die Trockenheit der vergangenen Sommer auch hier nicht spurlos vorbei.

Jetzt brach ein großer Ast aus der Krone, beschädigte ein Auto. Gerd Böhmig, Leiter des Fachdienstes Grünplanung/Umwelt: „Die Feuerwehr war vor Ort, die Stadt hat dann den Bereich rund um die Linde abgesperrt, auch aus Sorge vor drohenden schweren Gewittern.“

Ein Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde wurde eilig hinzugerufen, um zu entscheiden was aktuell zu tun sei und schließlich das Unternehmen Baumpflege Pauly beauftragt, um einen Kronensicherungsschnitt durchzuführen. Chef Markus Pauly: „Zusammen mit dem Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde haben wir besprochen, welche Äste entfernt werden. Schließlich haben wir mit drei Männern 6 Tonnen Last aus dem Baum geholt.“

Die städtische Biologin Birte Sterf: „Naturdenkmäler unterstehen der Aufsicht der Unteren Naturschutzbehörde, die sich auch um Pflege und Begutachtung kümmern. Fällt uns etwas auf, informieren wir natürlich die Unteren Naturschutzbehörde. In diesem Fall musste schnell gehandelt werden.“

Christian Annussek von der Unteren Naturschutzbehörde: „Der Baum wird jetzt noch einmal genau überprüft. Dabei geht es vor allem um die Standfestigkeit im Wurzelbereich. Wir hoffen, dass die Linde in Schneidhain erhalten bleiben kann.“

Der Baum ist schon seit 1938 ein Naturdenkmal, was 1990 vom Hochtaunuskreis nochmals offiziell bestätigt wurde. Die Untere Naturschutzbehörde prüft die Naturdenkmäler regelmäßig einmal im Jahr.