Königstein im Taunus

Bodenschutzkalkung im Forstamt Königstein

Ein Beitrag für die Erhaltung stabiler und gesunder Wälder

Von Februar bis März wird ein Teil des Staatswaldes rund um den großen Feldberg aus der Luft gekalkt. Auf einer Fläche von 1500 Hektar werden 4500 Tonnen Kalk verteilt.

 

Wenn es das Winterwetter mit Schnee, Nebel und Wind zulässt, wird ein Hubschrauber der Firma Silvatec am 9. Februar mit der Bodenschutzkalkung aus der Luft beginnen.

 Gesunde Böden als Voraussetzung für stabile Wälder

Stabile Wälder benötigen gesunde Böden und diesen soll mit der Anreicherung von Magnesium und Calcium geholfen werden. Starke Säureeinträge durch Verkehr und Industrie bis in die Mitte der 80iger Jahre, führten zu einer tiefgründigen Bodenversauerung und Freisetzung von giftigen Aluminiumionen. Diese schädigen die Feinwurzeln der Bäume. Von den Pflanzen dringend benötigte Nährstoffe wie Magnesium und Calcium gingen dem Boden dagegen verloren.

Für die Bodenschutzkalkung im Forstamt Königstein wird Magnesiumkalk verwendet, der die Aluminiumionen verdrängt und zusätzlich eine Stabilisierung der Tonminerale und eine Erhöhung der Wasserqualität bewirkt.

Die Kalkung verbessert die Bodendurchwurzelung sowie die Ernährungssituation der Bäume und hilft, die wichtige Funktion des Waldbodens als Trinkwasserfilter zu verbessern und aufrecht zu erhalten.

 

Nicht alle Flächen gekalkt

 

Im Vorfeld der Maßnahme waren umfangreiche Planungsarbeiten notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen und Flora und Fauna möglichst wenig zu beeinträchtigen. Einschränkungen für Waldbesucher sollen ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden.

Die Bodenschutzkalkung findet außerhalb der Brut- und Setzzeiten statt, um empfindliche Tiere nicht zu stören.

Auf den Naturschutz wurde bei der Flächenauswahl ebenfalls Rücksicht genommen.  Lebensräume wie Gewässer, Naturschutzgebiete und Biotope werden von der Maßnahme ausgeschlossen.

 

Waldflächen teilweise gesperrt

 

Während der Kalkungsarbeiten kann es für Waldbesucher im gesamten Forstamtsbereich zu Beeinträchtigungen kommen.

Das ausgebrachte Material ist ungefährlich für Menschen und Tiere, kann jedoch örtlich zu einer starken Staubbelastung führen.

Um die Belastung durch Fluglärm zu reduzieren, wird der Hubschrauber an den Wochenenden am Boden bleiben.

Kurzfristige Sperrungen von einzelnen Waldwegen sind erforderlich. Das Forstamt Königstein bittet darum, dass entsprechende Hinweisschilder und Wegeabsperrungen beachtet werden.

 

Informationen über den Verlauf der Maßnahme

 

Die Maßnahme startet in der nächsten Woche in den Staatswaldgebieten der Reviere Eppstein und Kelkheim. Nach circa 2 Wochen wird dann das nächste Revier beflogen.

Auf unserer Homepage: https://www.hessen-forst.de/kontakt/forstamt-koenigstein/ erhalten Sie unter „Aktuelles“ Informationen über die Kalkungsgebiete.