Königstein im Taunus

Ein Nutria im Woogtal

Der neue Bewohner im Woogtal ist bereits Stadtgespräch: Ein Nutria hat sich im Woogtal-Weiher bequem eingerichtet und läuft mitunter munter über die Wiesen. Die städtische Biologin Birte Sterf „Immer wieder werden einzelne Tiere in Königstein gesichtet, so auch letztens im Woogtalweiher. Nutrias, auch unter dem Namen Biberratte und Sumpfbiber bekannt, haben längst die Gewässer bei uns erobert.“

Ursprünglich stammt der Nutria aus Südamerika, wurde aber Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa eingeführt und in Pelztierfarmen gehalten. Einige Tiere entkamen und verwilderten. Nutrias sind gute Schwimmer und bevorzugen wasserpflanzenreiche Teiche, Seen und langsam fließende Bäche und Flüsse, denn sie sind Vegetarier. Da sie Uferbefestigungen, Dämme und Deiche unterhöhlen, können sie große Schäden anrichten.

Sterf: „Im Woogtalweiher ist dies jedoch kein Problem. Der Damm des Woogtalweihers besteht aus Beton.“

Übrigens lässt sich der Nutria leicht vom einheimischen Biber unterscheiden. Während der Biber einen breiten abgeflachten Schwanz, die sogenannte Kelle, – besitzt, hat ein Nutria einen runden Schwanz.

 

Die Königsteiner Stadtverwaltung bittet eindringlich: „Bitte, nicht füttern!“.

Als Begründung sagt die städtische Biologin: „Die Wildtiere verlieren ihre Scheu durch das Füttern und dann kann es unbeabsichtigt zu Bissen kommen. Außerdem vertragen die Tiere Futter, das sonst nicht auf ihrem Speiseplan steht, nicht. Sie können davon krank werden.“