Königstein im Taunus

Die „Rasenmäher“ sind wieder im Burghain unterwegs

Seit einigen Jahren halten die Thüringer Waldziegen des Talhof Usingen den Aufwuchs rund um die Burg in Schach. Nach Ihrem Werk im Frühjahr 2020 ist jetzt ist der Bewuchs an den Burghängen schon wieder ausreichend, um die stets hungrigen Tiere satt zu bekommen und gleichzeitig naturschützenden Denkmalschutz zu betreiben.

Geplant ist, wie gewohnt, eine Runde um die gesamte Burganlage. Dabei beginnen die Vierbeiner zunächst entlang der Burgmauer und arbeiten sich dann gegen den Uhrzeigersinn weiter. Einen kleinen Einfluss wird Corona dann doch auf den Einsatz haben.

 

Hundehalter sollten ihre Hunde anleinen, zum einen um die Ziegen nicht zu erschrecken und zum anderen wird ein Elektrozaun gestellt, der bei Berührung so manchen Hund aus der Fassung bringen kann. „Die Ziegen sind diesen Zaun gewohnt und werden dadurch nicht behindert,“ versichert Jörg George.

Entstanden ist die Thüringer Waldziege durch eine Kreuzung von der Toggenburger Ziege mit den thüringischen Landschlägen. Sie wurde früher wegen ihrer guten Milchleistungen und häufigen Zwillingsgeburten hoch geschätzt, gehört jedoch heute - trotz ansteigender Zahlen - zu den bedrohten Nutztierrassen und steht daher immer noch auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen.

Mit dem Einsatz der Thüringer Waldziegen unterstützt die Stadt Königstein in zweierlei Hinsicht den Natur- und Artenschutz. Durch die Beseitigung von kleinen Bäumen und Brombeergestrüpp, entsteht eine artenreichere Landschaft, in der sich auch Schmetterlinge, Bienen und Eidechsen wieder wohlfühlen können, zum anderen findet die bedrohte Ziegenart hier genug Futter, was bei anhaltender Trockenheit nicht immer und überall zur Verfügung steht.

Mehr Informationen über die Ziegen und den Talhof unter: www.talhof-usingen.de