Königstein im Taunus

Kranke Blutbuche gefällt

Eine große Winterlinde kommt

 

Die große Blutbuche vor dem Königsteiner Rathaus musste gestern gefällt werden.

Umweltdezernentin Gabriele Terhorst: „Das ist sehr traurig. Schon länger wurde die Blutbuche von unserem Baum-Sachverständigen intensiv kontrolliert. Von unseren städtischen Baumpflegern wurde erst die Baumkrone reduziert, um die Last zurückzunehmen, da der Baum deutlichen Pilzbefall aufwies. Jetzt aber gab es einen so massiven Pilzbefall, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war.“

Die Blutbuche war circa 120 Jahre alt und wunderschönes Exemplar. Vielen Königsteinern und Königsteinerinnen und auch den Rathausmitarbeitern war der Baum sehr ans Herz gewachsen.

Die städtische Biologin Birte Sterf: „Die Buche ist jedoch massiv von verschiedenen holzzerstörenden Pilzen befallen wie dem Lackporling, der Schmetterlingstramete, dem Gemeinen Spaltblättling. Ein Erhalt war einfach nicht mehr möglich. Außerdem bestand die Gefahr, dass sich die Pilzsporen auf weiteren Bäume ausbreiten.“

 

Die Stadt Königstein sorgt schon für Ersatz. „Es wird wieder ein großer Baum gepflanzt: diesmal eine Winterlinde.“ Es wird die Tilia cordata, lateinisch für „Herzblättrige Linde“ oder auch „Herz[blatt]linde“ genannt in der Größe 25 bis 30 Zentimeter Stammumfang. Die Pflanzung soll noch dieses Jahr erfolgen. Terhorst: „Wir haben dieses Baum ausgesucht, da er besser geeignet ist mit den klimatischen Veränderungen zurecht zu kommen.“

 

Damit der neue Baum bzw. seine Wurzeln Platz haben und nicht gleich wieder von Pilzen befallen wird, muss vor der Pflanzung der Wurzelstock der Blutbuche bzw. der Boden großzügig vom des Mitarbeitern des Betriebshof ausgefräst werden.