Königstein im Taunus

Novemberpogrom 1938: Gedenkstunde am 08.11.2020

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in unserem Land zahlreiche jüdische Gotteshäuser, jüdische Geschäfte und Wohnungen verwüstet, jüdische Mitbürger gedemütigt, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet.

Auch die Königsteiner Synagoge im Seilerbahnweg wurde im Laufe des 10. November 1938 geschändet und angezündet; ihre Ruine wurde später gesprengt.

An diese schlimmen Ereignisse soll am Sonntag, dem 8. November um 14:30 Uhr erinnert werden. Die Gedenkstunde findet vor dem 1996 aufgestellten Bronzemodell der Synagoge im Kurpark statt.

Am Seilerbahnweg gegenüber dem Bronzemodell befand sich von 1906 bis 1938 die Königsteiner Synagoge.

Die Gedenkstunde wird von Bürgermeister Leonhard Helm, Stadtverordnetenvorsteher Michael-Klaus Otto, Hans-Dieter Vosen von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus e. V., Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer von der Evangelischen Immanuel-Gemeinde und Pater Vijay von der katholischen Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus gestaltet. Der Rabbiner Andrew Steiman, von der Budge-Stiftung Frankfurt, trägt einen hebräischen Psalm und ein jüdisches Totengebet vor.

Königsteiner Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu dieser Gedenkstunde eingeladen. Die Stadt weist darauf hin, dass während der Gedenkfeier der vorgeschriebene Mindestabstand aufgrund der Corona-Situation eingehalten werden muss. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich registrieren lassen. Außerdem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Parteien und Institutionen werden gebeten, nur eine Vertreterin oder einen Vertreter zu entsenden.

Jeder der im Laufe des Tages der Opfer gedenken möchte, findet das Gebet am Bronzemodell der Synagoge am Kurpark für einen individuellen Besuch.

Rede des Stadtverordnetenvorstehers Michael-Klaus Otto zur Gedenkstunde am 8.11.2020


Bild: Postkartenausschnitt, Stadtarchiv Königstein