Königstein im Taunus

Entscheidung über Kita-Gebühren

Die Stadt Königstein will die finanzielle Entlastung der Eltern von Kleinkindern, deren Kinder die Kindergärten der Stadt besuchen, sicherstellen. Das hatte Bürgermeister Leonhard Helm in einer Telefonkonferenz mit den Mitgliedern des Ältestenrates angekündigt, die der Vorbereitung der nächsten Sitzungsrunde im Mai diente. Zuerst wird in jedem Fall das Land in die Pflicht genommen. Bürgermeister Leonhard Helm: „Wir werden versuchen, das Land für diese Kosten aufkommen zu lassen – immerhin durfte aufgrund einer Verordnung des Landes der Betrieb unserer Kindergärten nicht aufrecht erhalten werden.“

Im Moment wird den Eltern, die die Kindergärten nicht nutzen können, jedenfalls zunächst kein Geld für die Betreuung der Kinder in den städtischen Einrichtungen abgebucht. Das soll so bleiben, bis die Kindergärten wieder öffnen dürfen. Bürgermeister Helm: „Allen Fraktionen in der Königsteiner Stadtverordnetenversammlung ist es wichtig, die Eltern in dieser schwierigen Lage zu entlasten. Sollte das Land kein Geld für diese finanziellen Einbußen geben, will die städtische Politik die Kosten aus dem städtischen Haushalt finanzieren.“

 Auch wenn das Land am Ende zahlt, wird die Stadt hiervon nicht profitieren: Die laufenden Kosten aller Einrichtungen bleiben bestehen und die Erzieherinnen erhalten weiterhin ihr Gehalt. Helm: „Die Mitarbeiterinnen sitzen ja nicht untätig zu Hause. Sie sind in der Notfallbetreuung eingesetzt, sie erarbeiten neue Konzepte, halten zum Teil über Videobotschaften und ähnliches mit den Kleinen Kontakt.“ Für diesen ungewöhnlichen Einsatz in ungewöhnlichen Zeiten dankte der Rathauschef seinen Mitarbeiterinnen noch einmal besonders.

 In der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 14. Mai soll der Vorschlag, dass die Eltern keine Gebühren zahlen müssen, der von allen Parteien ohne Vorbehalte unterstützt wird, als Resolution beschlossen werden.

 Die ALK hat ebenfalls einen Antrag formuliert, der genau die Forderungen der Resolution erhebt. Helm: „Das ist nicht notwendig, da sich alle Parteien in der Sache einig sind. Die Idee die Eltern zu entlasten, sollte sich keine Partei allein auf die Fahnen schreiben.“