Königstein im Taunus

Frohe Weinachten wünscht Bürgermeister Leonhard Helm

Liebe Königsteinerinnen und liebe Königsteiner,

 

Die Weihnachtstage und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Nach einem Jahr, das unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat, richtet sich unser Blick zurück, aber auch nach vorn.

Die Pandemie hat unser Leben noch immer fest im Griff, und sogar in unserer kleinen Stadt haben wir liebe Menschen durch das Covid19-Virus verloren. Deren Angehörigen gilt mein ganz besonderes Mitgefühl. Und auch heute noch sind Menschen an dieser schweren Krankheit erkrankt, ihnen und ihren Angehörigen wünsche ich die Kraft, die Zeit der Krankheit durchzustehen und bald wieder gesund zu werden.

 Die Geschäftsleute, Vereine und Gastronomen leiden mit der Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz an den pandemiebedingten Einschränkungen und müssen oft große Einbußen hinnehmen. Bislang musste zum Glück noch niemand in Königstein sein Geschäft aufgeben, aber ich weiß von Einigen, dass die finanziellen Spielräume von Monat zu Monat enger werden.

 Auch jenseits von Corona hatten wir schwere Verluste hinzunehmen: Statt vieler nenne ich hier unseren Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann, der als Mensch, als Amtsträger, und als vielfältig ehrenamtlicher Tätiger eine kaum zu füllende Lücke hinterlassen hat.

 

Nun gilt es, die schwere Krise, die die Welt, unser Land und unsere Stadt erfasst hat, zu überwinden. Die November- und Dezemberhilfen des Bundes sind da eine gute und notwendige Stütze für unsere heimische Wirtschaft. Danke sagen muss ich aber auch an die Königsteiner und unsere Gäste, die das Motto „Kauft vor Ort“ umgesetzt und unsere Geschäfte und Gastronomen so unterstützt haben. Und an die vielen Ehrenamtlichen und Mitglieder der Vereine, die mit ihrer Arbeit das Leben des Vereins so gut wie möglich aufrecht erhalten haben oder die ihren Mitgliedsbeitrag trotz fehlender Angebote bezahlt haben. Diese gelebte Solidarität wünsche ich mir gerade für die kommenden Wochen, und vielleicht kann sie die Corona-Pandemie lange überdauern.

 

Ich blicke zurück auf ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Jahr mit schweren Schicksalsschlägen, aber auch freudigen Akzenten, mit herausfordernder Arbeit in der Verwaltung, im Magistrat, in den Ausschüssen und im Stadtparlament. Die Türen der Verwaltung mussten zwar oft geschlossen bleiben, doch dahinter gab es keinen Stillstand, eine Vielzahl von Projekten kam gut voran.

 

Der städtische Haushalt 2021 wurde pünktlich verabschiedet. Ein Lob gilt der Kämmerei, die hieran schwer gearbeitet hat. Und auch dafür, dass sie es durch konsequentes Sparen und wirtschaftliches Handeln in den vergangenen Jahren möglich gemacht hat, den Corona-bedingt schwerbelasteten Haushalt durch erhebliche Rücklagen auszugleichen. Die Stadt Königstein steht so gut gerüstet für das kommende Jahr da.

 

In Schneidhain rollen im Januar die Bagger zum Bau der Feuerwehr. Und auch die Baugenehmigung für den neuen Kindergarten am Hardtberg, um den wir in Verwaltung und Politik viele Jahre hart gerungen haben, steht ins Haus. Die Stadtwerke bekommen ein neues Betriebsgebäude, der Bau hat bereits begonnen. Sogar ein schönes Projekt wie der neue Hardtbergturm wird im kommenden Jahr Realität.

 

Eine ganz besondere Idee hat mit dem Abschluss des Architektenwettbewerbs für die neue Grundschule Königstein Gestalt angenommen - der Plan steht, die Realisierung wird noch einige Jahre benötigen. Aber wir wissen: Bald werden Generationen von Schülern in den Genuss eines nach modernen pädagogischen Konzepten errichteten, großzügigen Gebäudes kommen, das das Lernen richtig zur Freude macht.

 Froh bin ich darüber, dass wir das Freibad und das Kurbad öffnen konnten, um im Sommer ein paar entspannte Stunden zu haben. Die wunderbaren Musikveranstaltungen im Kurpark ließen uns den sogenannten „Corona-Alltag“ für den Moment vergessen. Führungen, Heilklimawanderungen und die Stadtradel-Aktionen bescherten uns unter Hygieneregeln und Abstand frohe Stunden und Vergnügen. Die Stadtbibliothek versorgte uns zu Hause gut mit Lesestoff dem „Bücher to Go“-Angebot. Abwechslung und angenehmes Schaudern erlebten wir an Halloween auf der Burg und wir durften leider viel zu kurz über die Adventsmeile bummel.

 Dafür sage ich ein sehr herzliches Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben. Es erfüllt mich mit Stolz, wie es unserer Stadt, der städtischen Gesellschaft gelungen ist, mit doch beachtlicher Würde und Gelassenheit die Krise bis heute durchzustehen.

 Jeder von uns hatte Pläne, die jetzt stärker als zuvor gedacht durch die Pandemie durchkreuzt wurden. Vieles wurde abgesagt, einiges verschoben. Trotzdem dürfen wir jetzt hoffnungsvoll auf das kommende Jahr blicken.

Egal, ob wir religiös sind oder nicht: Die Weihnachtsgeschichte hat die Botschaft grenzenloser Hoffnung. Diese Botschaft von der Geburt Jesu, die erzählt wie die Liebe Gottes menschliche Gestalt angenommen hat, lässt niemanden kalt und verbindet Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten. Und diese Liebe und Hoffnung braucht es, um die kommenden Wochen zu positiv zu erleben – aber wir werden, und daran glaube ich fest, gemeinsam diese Zeit meistern.

 Ihnen allen und Ihren Familien wünsche ich friedvolle Weihnachtstage und für das kommende Jahr Gesundheit, viel Kraft, Tatendrang und Gottes Segen. Verbringen Sie die Weihnachtstage im Sinne der christlichen Botschaft, die uns Hoffnung und Trost schenkt.