Königstein im Taunus

Großes Lob an die Feuerwehr

„Mein großer Dank geht an unsere Königsteiner Feuerwehrleute von den Anwärtern bis zu den Wehrführern und dem Stadtbrandinspektor. Sie haben mit riesigem Aufwand vorbildlich gearbeitet und Großes geleistet“, sagt Bürgermeister Leonhard Helm angesichts des schweren Unwetters am Freitag in Königstein.

„Der Dienst der Feuerwehr ging über viele Stunden und er dauerte bis weit ins Wochenende. Denn wenn alles Wasser abgepumpt ist, heißt es aufräumen und die Ausrüstung für den nächsten Ernstfall vorbereiten. Und vielleicht zuhause die Schäden zu beheben, die das Unwetter dort hinterlassen hat. Dafür meinen ganz besonderen Dank an alle, die tapfer mitgeholfen haben. Ein herzliches Vergelt‘s  Gott“, schrieb Bürgermeister Helm an unsere Wehren und auch an die Nachbargemeinden, die ihre Feuerwehrleute zur Unterstützung geschickt hatten.

 

Eigentlich handelt es sich bei den 31 Tagen um den 16. August herum in Königstein die trockenste Periode im Sommer, im Schnitt fallen in diesem Monat insgesamt etwa 44 mm Regen. Am Freitag waren es nach der Messung des Bürgermeisterns 112 mm innerhalb etwa einer Stunde, mehr als siebenmal das Maß eines Starkregens.

 

Bürgermeister Helm konnte bei seinem Keller noch mit Nachbarschaftshilfe per Hand schöpfen, in vielen Häusern war aber auch das nicht mehr möglich: 167 Einsätze der Feuerwehr bis 23 Uhr wegen vollgelaufenen Kellern, Wohnräumen oder Garagen waren erforderlich. Für die Königsteiner Feuerwehren allein wäre das gar nicht machbar gewesen. „Helm: „Aber zum Glück gibt es eine großartige Solidarität zwischen den Wehren der Hochtaunuskommunen. Aus allen Nachbarkommunen bis nach Friedrichsdorf, Bad Homburg und sogar Grävenwiesbach waren eine große Anzahl von Mitgliedern der dortigen Freiwilligen Feuerwehren zu uns gekommen. Sie haben überall mitgeholfen und viele Einsätze selbstständig erledigt.“ Ich empfand diese Art der Solidarität als wirklich beeindruckend und möchte den Wehren herzlichst dafür danken!“

 

Einige Königsteiner meinen nun, die Stadt müsse einfach nur die Kanäle größer dimensionieren, dann gäbe es diese Probleme nicht. Helm: „Das ist nicht zutreffend und verniedlicht die Situation. Es war nicht weniger als eine echte Naturkatastrophe.“

Die Messungen aus der Stadt zeigen, dass es punktuell bis zu 130 mm innerhalb einer Stunde geregnet hat (Steinweg zwischen 14:04h und 15:04h), und flächendeckend 80 mm in einer Stunde überschritten wurden. Damit werden in aller Regel Starkregenidizes von 10 oder 11 aus der Skala von 1-12 erreicht. Der „Jahrhundertregen“ liegt dagegen nur in Stufe 7. Wenn man sich dies bewusst macht, lässt das den Respekt vor der Leistung der Feuerwehr noch weiter steigen: Die gestrige Naturkatastrophe hat die Feuerwehr mit höchstem Einsatz, aber mit hervorragendem Ergebnis bewältigt.