Königstein im Taunus

Blühwiese am Kurbad ist eingesät

„Nun heißt es warten und auf ein nicht zu trockenes Frühjahr hoffen“, meint Gabriela Terhorst, die ehrenamtliche Gründezernentin der Stadt Königstein, nachdem die Wildblumen und Wildgräser auf der Fläche neben dem Kurbad ausgesät wurden.

Zusammen mit Gerd Böhmig, Fachdienstleiter für Grünflächen, und der städtischen Umweltbeauftragten Birte Sterf treibt sie das Projekt „Blühendes Königstein“ voran.
Ein Pilotprojekt ist die Umwandlung der Rasenfläche neben dem Kurbad in eine Blühwiese für Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und andere Insekten. „Die Vorbereitung war sehr aufwändig“, so Birte Sterf. Im Hochsommer hatte Steffen Haas vom Betriebshof die bisherige Rasenfläche mit seinem Traktor umgepflügt und wieder ein geeggt. Dabei kamen durch den sogenannten Faulschiefer des Taunus allerhand Steine und kleinere Findlinge zum Vorschein. Diese stören bei der Einsaat und wurden von engagierten Bürgern abgesammelt. Anschließend musste erneut gefräst werden; denn Gras ist konkurrenzstärker als Wildblumen und muss vollständig entfernt werden. Mit der Einsaat der einheimischen Wildblumenmischung Anfang Oktober sind nun die Vorbereitungsarbeiten für die Wiese als „Insektenweide“ abgeschlossen.
Bisher hat der Betriebshof die Rasenfläche neben dem Kurbad mindestens alle vier Wochen gemäht. Im nächsten Jahr soll die Wiese extensiv bewirtschaftet werden. Nur zwei Mal im Jahr soll sie von einem Königsteiner Landwirt gemäht und das Mähgut abtransportiert werden. Und darüber freut sich noch jemand: „Heu wird von der Fläche entfernt und sinnvoll verwendet, denn Schafe und Kühe erhalten leckeres Futter“, so Birte Sterf.
„Ist das Pilotprojekt erfolgreich, werden wir weitere Flächen extensivieren“, teilt Gerd Böhmig mit, der für die städtischen Grünflächen zuständig ist. Gabriela Terhorst betont allerdings, dass der Maschinenpark des städtischen Betriebshofes dafür erweitert werden müsste. „Mit den derzeitigen Mulchmähern können die zukünftigen Blüh-Wiesen nicht gemäht werden.“ Denn beim Mulchen bleibt das Mähgut auf der Fläche, die Wiese wird wieder nährstoffreicher und die Wildblumen verschwinden.
Bürgermeister Leonhard Helm bedankt sich beim BUND-Ortsverband Königstein-Glashütten für die finanzielle Unterstützung des Naturschutzprojektes. Der Ortsverband spendete für das Wildblumensaatgut 500 €.