Königstein im Taunus

Uhukind fällt aus dem Nest - Es geht ihm gut

Wie zahlreiche Uhu-Beobachter mitbekommen haben, ist ein Uhu-Jungtier heute Nacht (17. auf 18. Mai) unfreiwillig aus dem Nest abgerutscht. Das Wichtigste zuerst: Es geht ihm gut und es besteht zurzeit kein Grund zur Sorge.

Unter den Uhu-Fans, die die Vögel über die Webcam beobachten, waren bei dem Malheur heute Nacht auch zahlreiche Rathaus-Kollegen, darunter Bürgermeister Helm, Umwelt-Beauftragte Birte Sterf und auch unser IT-Kollege, der als einziger die Position der Kamera verändern kann. Er hat den Unglücks-Uhu schließlich auch wohlbehalten auf dem Boden in einem Gebüsch versteckt entdeckt. Und wie es der Zufall so wollte, hat auch ein Uhu-Fachmann von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz das nächtliche Unglück live beobachtet. Er gibt Entwarnung: "Das Junge ist unverletzt und wird nun auf dem Boden von den Altvögeln weiter gefüttert, das Wetter ist gut und es verläuft alles fast nach Plan". Denn in den nächsten Tagen wäre es ohnehin an der Zeit gewesen, dass die Jungtiere zaghaft flatternd das Nest verlassen, den Boden erkunden und von den Eltern dann im neuen Lebensraum weiter gefüttert werden, denn richtig flugfähig und damit in der Lage, sich selbst versorgen zu können, sind die drei noch nicht. Das dauert noch ein paar Monate. Deshalb ist der Innenhof auch so abgeriegelt, dass die Uhu-Kinder nirgends durchkommen, aber auch selbst weitgehend unbehelligt bleiben.
Der oder die kleine Abenteurer/in wird nun weiter beobachtet. Momentan wird davon ausgegangen, das alles seinen normalen Gang nimmt.

Wir freuen uns sehr, dass so viele Uhu-Fans Anteil an unserer Königsteiner Uhu-Familie nehmen und bedanken uns für alle Hinweise, die uns über alle denkbaren Wege erreichten. Ihr seid toll, vielen Dank!