Königstein im Taunus

Dynamische Fahrgastinformations-Anzeiger im Probebetrieb

Anfang dieser Woche wurden im Königsteiner Stadtgebiet drei zentrale Bushaltestellen mit dynamischen Fahrgastinformationsanzeigern (DFI) ausgestattet.

Die drei Haltestellen sind die zentrale Bushaltestelle Stadtmitte mit derzeit acht Bushalteplätzen in der Georg-Pingler-Straße, die Bushaltestelle Kreisel in der Frankfurter Straße in stadtein- und stadtauswärtiger Richtung. In etwa vierzehn Tagen wird ein weiterer Bildschirm am Bahnhof installiert, der die Abfahrzeiten der Bahn und der Buslinien anzeigen wird.
Die Fahrgäste können sich jetzt in Echtzeit über die nächsten Abfahrten an den jeweiligen Haltestellen informieren. Angezeigt werden die Linienbezeichnung, das Fahrtziel sowie die verbleibenden Minuten bis zur erwarteten Abfahrt. Bei Fahrzeugen, die noch keine Echtzeitinformationen senden können, wird die planmäßige Zeit der Abfahrt dargestellt. Mithilfe der GPS-Ortung ihrer Fahrzeuge berechnen die Verkehrsunternehmen die Prognosen für die Abfahrtszeiten an jeder Haltestelle. Diese Echtzeitprognosen laufen in der Datendrehscheibe des RMV/RMS zusammen und werden von dort aus an die DFI-Anzeiger über Mobilfunk verteilt.
Die Anzeiger bieten auch die Möglichkeit, zusätzlichen Informationen als Lauftext unter den Abfahrtszeiten oder als Sondertext über die komplette Anzeige darzustellen. An den Masten befinden sich Taster, vergleichbar mit denen an Fußgängerampeln, nach deren Betätigung die angezeigten Informationen über einen Lautsprecher „vorgelesen“ werden.
Mit Inbetriebnahme der Echtzeitanzeigetafeln werden damit den ÖPNV-Nutzern an wichtigen Haltestellen zeitgemäße Technik angeboten. Sowohl regelmäßige Fahrgäste als auch Gelegenheitsnutzer und Touristen profitieren von diesem neuen Angebot.
Die Kosten für diese Maßnahmen inklusive Erd- und Elektroarbeiten betragen etwa 200.000 Euro. Allerdings wurden zwei Drittel davon von Hessen Mobil übernommen. Auch der RMV unterstützt die verbesserte Fahrgastinformation, in dem 50 Prozent der Planungskosten übernommen wurden.
Nun beginnt ein vermutlich vierwöchiger Probebetrieb, in dem auch getestet werden soll, welche zusätzlichen Informationen auf den hochwertigen und pixelgenauen TFT-Farbdisplays angezeigt werden können.
Weitere Haltestellen, auch in den Stadtteilen, sollen im Jahr 2020 mit den Systemen ausgestattet werden. Diese kleineren Anzeiger können auch mit Solarstrom versorgt werden, damit kostenintensive Tiefbauarbeiten und Stromanschlüsse vermieden werden.  Im Haushalt 2020 der Stadt Königstein sind dafür bereits 50.000 Euro eingestellt.