Königstein im Taunus

Kindergarten kann kommen: Hardtberg-Vertrag wird unterzeichnet

Die Verhandlungen mit der Eigentümerfamilie bezüglich des städtebaulichen Vertrages Baugebiet Hardtberg konnten endlich zu einem positiven Abschluss gebracht werden.

Viele Monate musste die Stadt Königstein Verhandlungen führen über einen Vertrag, der schon vor mehr als einem Jahr klar schien: Inhalt des zähen Ringens in den letzten Monaten waren neu aufgetretene, unterschiedliche Vorstellungen zwischen den beiden Familienzweigen. Dabei stand die Position der Stadt Königstein nie zur Verhandlung: Weder im Bebauungsplan noch in den Verträgen ergeben sich aus den ausgehandelten Vereinbarungen für die Stadt Königstein signifikante Veränderungen.

Natürlich erfolgten Anpassungen hinsichtlich der Fristen im Vertrag, die teilweise durch die langen Verhandlungen bereits abgelaufen waren. Außerdem wurden die Kosten der Erschließung, die die Stadt den Eigentümern in Rechnung stellt, an die gestiegenen Preise angepasst, so dass die Stadt von der Verzögerung keinen wirtschaftlichen Nachteil hat.

Die wichtigste Nachricht: Der neue Standort des Kindergartens am Hardtberg wird nun endlich auch vertraglich gesichert. Fast 5000 qm Fläche in schönster Lage erhält die Stadt Königstein für einen modernen Kindergarten. Dieser kann durch große Außenflächen und ein zeitgemäßes Gebäude den alten, sehr in die Jahre gekommenen Bau in der Eppsteiner Straße ablösen. Und zur Finanzierung des Neubaus erhält die Stadt Königstein aus dem Gesamtgeschäft einen Beitrag von etwa 2 Millionen € von den Eigentümerfamilien. Zusammen mit den Landeszuschüssen sowie einem Eigenanteil der Stadt kann auf diese Weise ein Gebäude errichtet werden, das auch hohen Anforderungen an die Kinderbetreuung entspricht. Ganz besonders freut sich Bürgermeister Helm darüber, dass endlich ausreichend Außenfläche für die Kinder zur Verfügung steht: „Jetzt können wir wirklich von einem Kinder-„Garten“ sprechen. Anstatt 1000 qm wird der neue Außenbereich fast 4000 qm haben.“

Außerdem können die für die Stadt Königstein so wichtigen Gewerbeflächen entlang der Sodener Straße den Standort des dort ansässigen Autohandels langfristig sichern. Ebenso wichtig für die Kurstadt Königstein ist auch die Ausweisung einer Erweiterungsfläche für die KVB-Klinik. Weitere Bestandteile des Vertrags sind aber auch, dass die Erschließung von den Eigentümerfamilien getragen wird und dass das neue Wohngebiet mit einer modernen Nahwärmeversorgung ausgestattet wird. Auch die im Entwurf des Bebauungsplans festgeschriebene Begrünung der Straße des neuen Baugebietes wird durch die Übertragung der hierfür erforderlichen Flächen an die Stadt sichergestellt. Und zu guter Letzt auch noch einmal der Hinweis: Ein großer Teil des Gebiets bleibt weiterhin unbebaut und wird in dieser Form im Bebauungsplan festgeschrieben. So vereint die mit dem Vertrag vereinbarte Lösung die Interessen der Stadt Königstein: ein neuer Kindergarten, die Erweiterung ihrer Gewerbeflächen sowie die Deckung weiteren Wohnraumbedarfs im Rhein-Main-Gebiet mit der Erhaltung der Grünzüge, die unsere Stadt umgeben.