Fällung wegen Verkehrssicherheit

Architekt Simon Gehrmann: „Während der Inspektion am 9. November des rund 90 Jahre alten Betonkanals kam es zu einem technischen Zwischenfall: Eine Kamera verkantete sich im beschädigten Kanalabschnitt unterhalb der Parzelle am Ellasprudel. Um die Kamera zu bergen und gleichzeitig die Sicherheit im Umfeld zu gewährleisten, wurde der direkt darüber stehende Lindenbaum in Abstimmung mit dem Grünflächenamt vorzeitig gefällt.“

„Der Baum war bereits seit rund zehn Jahren als abgängig eingestuft und zur Fällung im Frühjahr vorgesehen“, so Landschaftsarchitekt (BDLA) Axel Klapka. Die aktuellen Untersuchungen bestätigten massive Schäden am Wurzelwerk, das teilweise in den Betonkanal eingewachsen war. Eine der Hauptwurzeln war betroffen, sodass die Standsicherheit des Baumes nicht mehr gegeben war. Nach der Fällung zeigte sich zudem eine starke innere Fäulnis, vermutlich verursacht durch Brandkrustenpilz. Klapka: „Damit bestätigten sich die Befunde der vorangegangenen Baumgutachten eindeutig.“

Gehrmann und Klapka möchten ausdrücklich betonen: „Wäre der Baum gesund gewesen, wäre selbstverständlich eine alternative Methode zur Bergung der Kamera gewählt worden. Die Fällung erfolgte ausschließlich zur Sicherung der Kreuzung und der Verkehrssicherheit für Fußgänger – und stellt keinen Vorgriff auf die geplante Neugestaltung des Areals dar.“

Die beiden verbleibenden Bäume am Ellasprudel bleiben bestehen. An Stelle der alten Linde wird ein neuer, gesunder Baum gepflanzt, der das Umfeld langfristig bereichern wird.

Gehrmann: „Wir legen großen Wert auf transparente Kommunikation und eine sorgfältige Abwägung zwischen Stadtentwicklung, Natur- und Baumschutz sowie der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit Fachleuten und ausschließlich aus zwingenden Gründen der Verkehrssicherheit getroffen.“