Schneidhain

Schneidhain gehörte zu der Grundherrschaft, die Kaiser Konrad II (1024 - 1039) dem von ihm gestifteten Kloster Limburg an der Haardt geschenkt hatte.

Von 1418 bis 1581 war die Herrschaft Königstein mit der Vogtei Sulzbach belehnt und Schneidhain Sitz des höfischen Dinggerichts, das für "Schaden und Schmähungen in Dorf und Feldmark und Verstöße gegen die Nachbarschaft und gute Sitten" zuständig war.

Seit dem 15. Jahrhundert findet auch die Pfarrei Schneidhain Erwähnung, deren Wirkungsbereich sich auf umliegende Dörfer erstreckte. Schneidhain teilte im 16. Jahrhundert das Schicksal Falkensteins und Mammolshains. Den Grafen von Stolberg und der Einführung der Reformation folgte alsbald der katholische Mainzer Kurfürst. Es dauerte aber nicht lange, bis Schneidhain zum Kurfürst von der Pfalz kam, der Ansprüche auf das Dorf aus dem Erwerb des Klosters Limburg erheben konnte.

Nach den Wirren des 30jährigen Krieges und spanischer Besetzung sowie von den Schweden eingesetzter Stolberger Herrschaft von 1631 bis 1635 wurde die Kurpfalz erneut Herr über die Vogtei Sulzbach. Durch einen Tausch erreichten die Mainzer das, was ihnen wenige Jahre zuvor mißlungen war: Sie wurden im Jahre 1650 Herrscher der Vogtei mit Schneidhain und blieben es bis Anfang des 19. Jahrhunderts.

Ab diesem Zeitpunkt teilte Schneidhain wieder das Los Falkensteins und Mammolshains, indem es erst unter nassauische, später unter preußische Herrschaft kam. Vor allem Schneidhains Kirchengeschichte ist durch einige gut erhaltene Reliquien verschiedener Zeitepochen und Baustile lebendig.

  
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