Kultur
Archäologische Grabung auf der Burgruine Königstein
Im Rahmen des Konjunkturprogramms werden auf der Burgruine Königstein im Frühjahr einige Arbeiten ausgeführt. Es ist geplant, die untere Burgmauer auf einer Länge von ca. 11 Metern zu sanieren. Unter anderem hat ein Baum die gesamte Mauer mitsamt dem Tor fast umgedrückt. Das Tor in der Mauer soll ebenfalls wieder hergerichtet werden. Mit der Ausführung der Arbeiten konnte eine Königsteiner Baufirma beauftragt werden.

Auf der Burg, über dem „Zeughauskeller“ wird eine Toilettenanlage mit Behindertentoilette entstehen, die den Bedarf kleinerer Veranstaltungen abdeckt. Beim Burgfest oder anderen Großveranstaltungen werden dann zusätzlich noch mobile Toiletten aufgestellt.
Besonderen Wert legt Bürgermeister Leonhard Helm darauf, den „Zwinger am Torweg“ der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Er möchte den Zwinger mit seinen romantischen Torbögen zusätzlich als Ausgang nutzen, wie in „alten Zeiten“. Hierzu wird voraussichtlich eine neue Treppe aus verzinktem Stahl über die baufällig gewordene Steintreppe gespannt. Das schmale Eisentor wird entfernt und der Zugang zur neuen Treppe verbreitert. Es soll auch der Ausgang vom Zwinger auf den Weg wieder hergestellt werden. Um diesen zusätzlichen Ausgang auch für z.B. Krankentransporte nutzen zu können, wird ein neuer Zuweg hergestellt.

Das Bauamt veranlasste für die Planungen eine Höhenvermessung der Burgruine Königstein in den betreffenden Bereichen. Bei der Rodung des Efeus an der äußeren Zwingermauer für die Vermessung kam, wie von Herrn Helm gehofft, der ehemalige Tordurchgang zum Zwinger teilweise zum Vorschein. Der obere Teil des Torbogens ist bereits wieder zu sehen. Ob sich die Situation wie in dem Modell des Burgmuseums dargestellt, bestätigt, wird sich bei der geplanten archäologischen Grabung zeigen.

Ein Architekturbüro aus Wiesbaden mit Erfahrung auf dem Gebiet der Archäologie wurde mit der Planung und Umsetzung der Maßnahmen beauftragt. Ein archäologisches Institut aus Marburg wird sich um eventuelle Funde kümmern und die Grabung begleiten. Für die Grabung selbst und die Herstellung des neuen Weges konnte wiederum eine Königsteiner Baufirma beauftragt werden.
(29.01.2010)
|
Impressum / Nutzungsbedingungen