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Stadt-Werkstatt – Handeln für Königstein: Erste Ergebnisse

Noch mehr Wert auf Gestaltqualität und junge Familien legen. Abschlussveranstaltung am 23. Januar im BGH Falkenstein.

Nach der Auftaktveranstaltung Ende August wurden im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember die Arbeitsgruppentreffen zu den Themenbereichen Sicherheit, Gestaltung, Stadtleben und Handel gestartet. Jetzt liegen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vor und auch Projekte werden bereits umgesetzt.



„Die Werkstätten ersetzen weder Fachplanung noch politische Entscheidungen, sie zeigen aber viel über die konkrete Positionierung der Innenstadt von Königstein und die Themen, die Königsteiner Bürger und Bürgerinnen behandelt wissen wollen,“ erläuterte Oliver Leicht vom Büro PLANPOOL, die Bedeutung der Werkstätten und zeigte sich hinsichtlich der Ergebnisse sehr zufrieden.

Zum auf der Stadtwerkstatt im August genannten Thema Sicherheit wurde eine mit den Königsteiner Fachämtern, der Polizei und Bürgern besetzte Arbeitsgruppe gestartet. Diese musste feststellen, dass die durch Bürger und Anwohner geäußerte Wahrnehmung in Königstein subjektiv von polizeilichen Fakten abweichen. Kriminalstatistische Erhebungen belegen, dass Königstein zu den sichersten Städten im Hochtaunuskreis zählt.
Allerdings sind es eben die kleineren und ärgerlichen Vorfällen in der Grauzone zwischen Ordnungswidrigkeit und Störung, die den Gesamteindruck in der Innenstadt beeinträchtigen.

Als konkretes Ergebnis wollen sich Ordnungsamt, Polizei, freiwilliger Polizeidienst, der private Sicherheitsdienst und das Jugendamt besser vernetzen um sowohl präventiv als auch bei einem Vorfall noch schneller reagieren zu können.

Für die Arbeitsgruppen Gestaltung und Stadtleben war das fehlende einheitliche Erscheinungsbild der Königsteiner Innenstadt wichtigstes Thema. Sowohl der öffentliche Raum als auch viele Hausfassaden sind in der Gestaltung deutlich zu verbessern.

Konkrete Vorschläge bezüglich der Anforderungen an die Stadtmöblierung, die Gestaltung und attraktivere Nutzung von Plätzen wurden von der Stadtplanung bereits aufgenommen. In den gut besuchten drei Arbeitsterminen wurde auch über die Notwendigkeit eines Leitbildes und eines aktiven Stadt- und Tourismusmarketings diskutiert. Einige konkrete Projektvorschläge zum Beispiel über die Verbesserung der Angebote für Familien in der Kernstadt werden bis zur 2. Stadtwerkstatt bereits vorgestellt werden können.

Ein weiteres Schwerpunktthema war die verkehrliche Erschließung und Organisation des Verkehrs innerhalb der Kernstadt. Für dieses Thema wurde schließlich eine gesonderte Sitzung mit der Möglichkeit für Anregungen und Projektvorschläge durchgeführt. Die gesammelten Anregungen werden in einer von der Fachplanung in Auftrag zu gebenden Aktualisierung des Innenstadt-Verkehrsplans für die Innenstadt einfließen und untersucht.
Insgesamt wurde deutlich, dass der Ansatz der Stadtwerkstatt Handeln für Königstein einige wesentliche Impulse für die weiteren Planungen und bereits konkrete Projekte initiiert hat. Laut Oliver Leicht zeigt sich die Königsteiner Bürgerschaft „sehr gut informiert, kritisch aber konstruktiv und für gute Projekte engagiert.“

Das ist für Bürgermeister Leonhard Helm eine wichtige Feststellung. Mit der Stadtwerkstatt will er Stadtentwicklung als eine gemeinschaftliche Aufgabe im direkten Dialog mit den Bürgern gestalten: „Die Ergebnisse sind sehr gut und werden Einfluss auf die anstehenden Entwicklungen und Planungen haben. Einige Projekte werden bereits verwaltungsintern oder mit Akteuren bearbeitet und wir hoffen Ende Januar bereits die ersten beiden Projekte vorstellen zu können.“

Die Abschlussveranstaltung der Königsteiner Stadtwerkstatt wird am 23.01.2010 ab 16:00 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses Falkenstein Scharderhohlweg 1 stattfinden.



(05.01.2010)


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