Offenlage des Regionalen Flächennutzungsplanes
Planungsverband hofft auf rege Beteiligung
Der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass der Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) für den Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main von Dienstag, 1. September, bis Montag, 2. November, offen liegt. Das heißt, jede Bürgerin und jeder Bürger, Fachleute, die Träger öffentlicher Belange, Vereine und Verbände, Kommunen und viele andere mehr können in dieser Zeit Einsicht in den Plan nehmen und sich dazu äußern.

„Auch wenn die Bewohnerinnen und Bewohner der Rhein-Main-Region nur mittelbar von dem Planwerk betroffen sind, so lohnt es sich dennoch, sich an der Planung zu beteiligen, bildet der RegFNP doch die Grundlagen für die Flächennutzung in Rhein-Main bis zum Jahr 2020“, sagt der Direktor des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, Stephan Wildhirt. Der Plan enthält unter anderem wichtige Aussagen zu geplanten neuen Gewerbe- und Wohnflächen, Straßen und Radwegen sowie Konzepte für die Naherholung und die ökologische Flächenentwicklung.
Wichtig für Wildhirt ist vor allem, dass der Plan so transparent wie möglich präsentiert wird. So gibt es diesmal einen Aufruf zur Beteiligung unter dem Motto "Planen Sie mit!", der auch ins Türkische, Arabische, Koreanische, Englische, Französische, Polnische und Spanische übersetzt worden ist. Zudem hält der Planungsverband vielfältiges Informationsmaterial bereit, beispielsweise die Broschüre "Viele Menschen, eine Region, ein Plan" in Deutsch und Englisch oder die CD mit "Klickkarte", mit deren Hilfe man die einzelnen Planungsschichten kennenlernen kann. Wer gerne ein ausgedrucktes Planwerk sehen möchte, kann bei seiner Gemeinde nachfragen, dort liegt es vom 1. September bis zum 2. November zur Einsicht während der Bürozeiten aus.
Wie kann man sich beteiligen? Per Anruf, E-Mail, Internet-Formular oder mit einem Besuch bei den 75 Gemeinden des Ballungsraums (auch beim Planungsverband), mit der Abgabe einer Stellungnahme bei der Bürgerinformation oder klassisch per Post. Was sind die Mindestangaben? Adresse des Stellungnehmers, Bezug zu den RegFNP-Unterlagen sowie die gewünschte Änderung. Alle Bürgerinnen und Bürger erhalten eine Antwort auf ihre Anregungen, wenn die Verbandskammer darüber entschieden hat.
Zudem bietet der Planungsverband neun Bürgerinformationstermine an unterschiedlichen Orten in der Region an:
Dienstag, 8.September, in Usingen in der Hugenottenkirche;
Donnerstag, 10. September, in Friedberg im Stadtverordnetensaal;
Samstag, 12. September, in Frankfurt im Planungsverband;
Dienstag, 15. September, in Groß-Gerau im Historischen Rathaus;
Donnerstag, 17. September, in Hofheim in der Stadthalle;
Dienstag, 22. September, in Bad Homburg im Kurhaus;
Dienstag, 29. September, in Hanau im Rathaus;
Donnerstag, 1. Oktober, in Offenbach in der Stadtbibliothek;
Donnerstag, 8. Oktober, in Niederdorfelden im Bürgerhaus.
Die Veranstaltungen beginnen – mit Ausnahme von Frankfurt - jeweils um 19 Uhr, es wird ausreichend Gelegenheit geben, Fragen an die Planungsfachleute zu stellen.
Auch ein Blick in das Internet lohnt sich. Unter www.planungsverband.de können die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Näheres zu den Informationsterminen erfahren, sondern auch die Planungsunterlagen einsehen, weiterführende Informationen finden und ihre Stellungnahme online abgeben.
Natürlich kann auch der Regionale Flächennutzungsplan als Karte angesehen werden, darüber hinaus werden verschiedene Themenkarten angeboten, beispielsweise zu den potenziellen Windkraftstandorten. Geworben wird für das Internetangebot mit Postkarten in Kneipen, kleinen Visitenkarten und Aufklebeplakaten an S-Bahn-Seitenscheibenfenstern.
Schließlich lädt der Planungsverband für Samstag, den 12. September, zu einem Tag der Offenen Tür ein. Hier können die Bürgerinnen und Bürger ebenfalls detaillierte Informationen zu dem Plan bekommen, darüber hinaus wird gezeigt, was der Verband außerdem noch für seine 75 Kommunen und die Region leistet. Die Unterhaltung wird dabei nicht zu kurz kommen. Der Bürgerinformationstermin für Frankfurt wird im Rahmen dieses Tages angeboten (14 Uhr).
Beim Planungsverband waren im vorangegangenen Beteiligungsverfahren im Jahr 2007 rund 9.000 Änderungswünsche zum Vorentwurf des Regionalen Flächennutzungsplans eingegangen, die teilweise in den Plan eingeflossen sind. Nach der Offenlage wird die Geschäftsstelle die Eingaben abwägen, anschließend wird der Vorstand des Planungsverbandes darüber entscheiden.
Sowohl die Verbandskammer als auch die Regionalversammlung Südhessen fassen schließlich den Beschluss über den RegFNP. Im letzten Schritt wird der Plan dem hessischen Wirtschaftsministerium zur Genehmigung vorgelegt. Der Plan soll im kommenden Jahr vollendet werden und 2011 Rechtskraft erlangen. „Ich hoffe auf eine rege Beteiligung, denn es soll nicht nur ein Plan für die Bewohnerinnen und Bewohner des Ballungsraums sein, sondern auch ein Plan von ihnen“, sagt Wildhirt.
(01.09.2009)
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