Kostenansatz für Sportplatzumbau war keine Fehlkalkulation der Verwaltung
Bürgermeister Leonhard Helm widerspricht den Vorwürfen
aus den Fraktionen und des 1. FCK
„Den Unmut über die hohen Kosten für die Umgestaltung des Sportplatzes am Kreisel kann ich gut verstehen,“ erklärt Bürgermeister Leonhard Helm zu den vehementen Vorwürfen aus den Fraktionen des Königsteiner Parlaments und des 1. FC Königstein ob der nun vorliegenden Zahlen. Die bislang veranschlagten Kosten beruhten allerdings auf den Erklärungen des Vereins, und seien dann in einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen vom 06.12.2007 mit einem Gesamtbetrag von 385.000,- Euro in den Haushalt aufgenommen worden. Diesem Haushaltsansatz lag keinerlei Prüfung durch die Verwaltung zugrunde.
Als im Frühjahr 2008 durch die Schließung der Halle 7 am Sportplatz die Notwendigkeit entstand, das im Haushaltsplan ebenfalls vorgesehene Vereinsheim in diesem Bereich planerisch und baulich vorzuziehen, wurde die Maßnahme „Kunstrasenplatz“ mit dem genannten Ansatz als Ausgabe zurückgestellt. Der Ansatz wurde später in den Haushalt 2009 übernommen. Die Notwendigkeit, den Betrag in Frage zu stellen bestand nicht, zumal andernorts von entsprechenden Baukosten zu hören war.
Nachdem nun die Maßnahme Sportplatzumgestaltung in Angriff genommen werden konnte, zeigt sich jetzt in der ersten Planungsphase verbunden mit der ersten Kostenschätzung, dass mit Baukosten von ca. 650.000,- Euro zu rechnen ist. „Daraus kann man der Verwaltung keinen Vorwurf machen,“ so der Rathauschef. Vielmehr werde durch diese Vorprüfung der Verwaltung sichergestellt, dass die bisher groben Kostenansätze im Haushalt auf eine nachvollziehbare sachliche Grundlage gestellt werden. „Die Stadtverordnetenversammlung hat jetzt in einem sehr frühen Stadium die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie die Maßnahme auch bei den erhöhten Kosten umgesetzt wissen will.“
„Um solche Probleme für die Zukunft zu vermeiden, muss künftig im Haushalt ein gesonderter Ansatz für Planungskosten ausgewiesen werden. Mit diesen Mitteln kann dann geprüft werden, ob die politisch diskutierten Kosten den zu erwartenden Baukosten tatsächlich entsprechen.“ Zum aktuellen Fall stellt Bürgermeister Leonhard Helm allerdings klar, dass von einer Fehlkalkulation seitens der Verwaltung nicht gesprochen werden kann.
(23.06.2009)
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