Königstein im Taunus

Eugen-Kogon-Preis

Der Eugen-Kogon-Preis ist nach dem Publizisten, Politologen und Widerstandskämpfer Eugen Kogon (1903-1987) benannt. Der ehemalige Buchenwald-Häftling, Autor des Buches "Der SS-Staat - Das System der deutschen Konzentrationslager" und Mitherausgeber der links-katholischen Zeitschrift "Frankfurter Hefte", lehrte von 1951 bis 1968 Politikwissenschaft in Darmstadt. Bis zu seinem Tod wohnte er in Königstein-Falkenstein.

Mit dem Preis ehrt die Stadt Königstein seit dem Jahr 2002 Persönlichkeiten und Institutionen, „die sich den Grundwerten lebendiger Demokratie verpflichtet fühlen, ihr Leben in den Dienst dieser Werte stellen und dabei so erfolgreich waren, dass dies auch an ihrer öffentlichen Bedeutung ablesbar ist.“ Erster Kogon-Preisträger war der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski. Der Eugen-Kogon-Preis für das Jahr 2012 war dem ehemaligen Staatspräsidenten der Tschechischen Republik, dem Schriftsteller Václav Havel, zuerkannt worden. Der Preis wurde posthum am 22. Februar 2013 verliehen, die Laudatio hielt der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher. Zu den Trägern des Eugen-Kogon-Preises der Stadt Königstein gehören auch Stéphane Hessel, Hildegard Hamm-Brücher, Hans Maier sowie das Maximilian-Kolbe-Werk. Dem Kuratorium des Eugen-Kogon-Preises gehören: Wolf-Gunther Brügmann, Prof. Dr. Ernst-Otto Czempiel, Prof. Dr. Diether Döring, Prof. Dr. Gottfried Erb, Prof. Dr. Peter Euler, Hermann Groß, Dr. Bernd Heidenreich, Bürgermeister Leonhard Helm, Bertram Huke, Dr. Michael Kogon, Beate Kogon-Aboulgheit, Peter Lückemeier, Prof. Dr. Thomas Meyer, Stadtverordnetenvorsteher Alexander von Bethmann, Robert Rohr, Klaus Schwope, Alois Theisen, Günther Vieser und Stephan Zalud an.