Königstein im Taunus

Woogtal-Dialog – Der erste Teil ist geschafft

Nach verspätetem Beginn im Herbst vergangenen Jahres und dem heftigen Winter mit häufigen Frosteinbrüchen, der die Wegearbeiten für mehrere Monate unterbrach, ist es endlich geschafft: Der erste Teil der Gesamtplanung für das Woogtal konnte realisiert werden.

In einer öffentlichen Umfrage hatten alle Teilnehmer die Wegesanierung als einen der wesentlichen Bestandteile der Sanierungsmaßnahmen genannt. Nach der Zustimmung des Magistrats hat die Stadtverwaltung, getragen von allen beteiligten Gruppierungen am Woogtaldialog, die genehmigten Mittel sparsam einsetzen können und gleichzeitig den geplanten Umfang der Sanierung eingehalten. Gelungen ist dies auch durch die kompetente Aufsicht der Baumaßnahmen durch den Fachbereich IV, Planen/Umwelt/Bauen, der Stadtverwaltung Königstein. Die gefürchteten Glasschlacken wurden unter einer dicken Tragschicht vergraben, statt sie zu entsorgen, und tauchen so nie wieder auf, wie Fachbereichsleiter Gerd Böhmig erwartet. Durch diese Einsparung der Entsorgungskosten konnte über die ursprüngliche Planung hinaus auch die zerstörte Treppe unterhalb des Weihers entfernt und in einen Weg umgewandelt werden.

Die Oberfläche der Wege wurde dem Hanggefälle etwas angepasst und talseitig abgesenkt, die Rinnen zur Wasserableitung verlängert und die Kantensteine entfernt. So soll für die Zukunft verhindert werden, dass das Regenwasser die neue wassergebundene Wegedecke ausspült. Mit den verbliebenen Restmitteln aus 2017 soll darüber hinaus auch der geschotterte Verbindungsweg zwischen der Westseite des Tales über die oberste Woogbach-Brücke und dem Aufstieg zum Grünen Weg saniert werden.

Für das laufende Jahr 2018 hat die Arbeitsgruppe geplant, die Vorberei-tung für die Entschlammung des Weihers anzugehen, die für 2019 vorgesehen ist. Voraussetzung dazu ist allerdings die Bereitstellung der erforderlichen Mittel durch die Stadtverordnetenversammlung im Haushalt 2019. Um den weiteren Eintrag des vom Reichenbach mitgeführten Sediments in den Weiher zukünftig besser kontrollieren zu können, wird ein Sedimentfang in Form einer künstlichen Auskolkung eingerichtet werden, der vor allem mineralische Sedimente aufnehmen und speichern kann. Diese mitgeführte Sedimentfracht ist ein in der Erosionszone des Bachoberlaufs natürliches Phänomen, das nur durch die Stauung zu einem Weiher problematisch wird. Da sich jedoch fast alle Befragten der Umfrage des Woogtaldialogs für den Erhalt des Weihers und dessen Entschlammung aussprachen, ist dieser Sandfang eine notwendige Präventionsmaßnahme, um einer schnellen erneuten Verlandung des später auszubaggernden Weihers vorzubeugen. Das Fehlen einer Sedimentfalle hatte vor einigen Jahren dazu geführt, dass die Weihersanierung abgebrochen werden musste, bei der damals nur organische Ablagerungen entfernt werden konnten. Deshalb soll der Sedimentfang jetzt vorab am oberen Ende des bereits verlandeten kleinen Weihers eingerichtet werden. Er wird so angelegt werden, dass er alle paar Jahre ausgebaggert werden kann und somit eine ständige erneute Versandung des unteren Weihers verhindert wird. Die Untere Wasserbehörde hat dieser Baumaßnahme zugestimmt. Die gewählte Position am Eingang des verlandeten oberen Weihers bietet sich an, da hier das Bachgefälle und damit die Fließgeschwindigkeit abnimmt, das mitgeführte Sediment sich absetzt und der Sedimentfang zur Entnahme der Kiese und Sande von LKWs angefahren werden kann. Seine Einrichtung ist notwendige Voraussetzung für die nachfolgende Sanierung des von den Besuchern des Woogtals geliebten Weihers.

Weitere Maßnahmen in diesem Jahr werden die Reparatur der durch Vandalismus beschädigten Hangabstützung hinter den Parkbänken im Bereich des Weges am Nordrand des Woogtals sein. Die angekokelten Bahnschwellen sollen durch Trockensteinmauern ersetzt werden. Diese Lösung ist auch ökologisch hochwertiger als die bisherigen Bahnschwellen. Außerdem soll eine vorläufige feuersichere Lösung für den Pulverbrunnen gefunden werden, der ebenfalls durch Unbekannte zerstört wurde.