Königstein im Taunus

Vorschläge zur Lärmminderung

Als „Träger öffentlicher Belange“ wurde die Stadt Königstein vom Regierungspräsidium Darmstadt aufgefordert, Vorschläge zur Lärmminderungsplanung vorzulegen und hat diesbezüglich eine Stellungnahme abgegeben.

Zunächst geht es um die Lärmschwerpunkte auf der B8 nördlich des Kreisels. Für die Limburger Straße in der Verlängerung der Le-Cannet-Rocheville- Straße (B 8) wurde von der Stadt Königstein im Taunus erneut die Einführung eines Tempolimits von 40 km/h sowie der Belag mit Flüsterasphalt gefordert. Für die Le-Cannet-Rocheville-Straße wurde ebenfalls ein Tempolimit von 40 km/h vorgeschlagen sowie der Bau einer Lärmschutzwand, die bis zum Kreisel geführt werden soll.

Auch für die Lärmschwerpunkte südlich Kreisels gab es vom Fachdienst entsprechende Vorschläge. Für den Abschnitt der Bischof-Kaller-Straße bis zur Einmündung in die Wiesbadener Straße wird wegen der in diesem Bereich liegenden Grundschule ein Tempolimit von 30 km/h gefordert. Auf der Teilstrecke der B 8, die entlang des Johanniswaldes läuft, wurde zwar die Höchstgeschwindigkeit bereits von 80 km/h auf 70 km/h reduziert. Aus Sicht der Stadt Königstein ist dies aber nicht ausreichend, um den Lärmkonflikt komplett zu entschärfen. Deshalb wurde hier noch zusätzlich der Bau einer transparenten Lärmschutzwand ersucht.

Für den Bereich der Wiesbadener Straße ab der Ecke Bischof-Kaller-Straße bis zum Abzweig Altenhainer Straße wurde ebenfalls eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 40 km/h gefordert. Für die Ortslage Schneidhain bis zum Bahnübergang wird ein Tempolimit von 30 km/h und ab dort bis zum Ortsausgang in Richtung Rettershof 40 km/h als sinnvoll und wirksam erachtet. Zusätzlich dazu fordert die Stadt passiven Lärmschutz für die Häuserzeilen an der Wiesbadener Straße und ein nächtliches Durchfahrtsverbot für LKWs (22 - 6 Uhr). Der Stadtteil Mammolshain ist in der Lärmkartierung nicht aufgenommen. Es wurde von Seiten der Stadt Königstein allerdings vorgeschlagen, aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens in der Kronthaler Straße/Am Mönchswald Mammolshain in die Kartierung mit aufzunehmen.

Die Lärmaktionsplanung resultiert aus der Umsetzung einer EU-Richtlinie und ist in das Bundesimmissionsschutzgesetz eingeflossen. Wesentliche Aufgabe der Lärmaktionsplanung ist die Bewertung der Lärmsituation und die Formulierung von Maßnahmen, Konzepten und Strategien, die zur Lärmreduzierung beitragen und Lärmbelastungen entgegen wirken.

Die Forderungen der einzelnen Städte und Gemeinden werden von den Regierungspräsidien geprüft und dann gegebenenfalls an die jeweiligen Landesstraßenbehörden zur Umsetzung weitergegeben. Bürgermeister Leonhard Helm hofft, dass dabei auch die Forderungen der Stadt Königstein im Taunus gewürdigt und angemessen berücksichtigt werden.
- - - - - - - - - - -
26.2.2018