Königstein im Taunus

Nur gesicherte Zahlen für den Quartalsbericht

Als einen Sturm im Wasserglas bezeichnet Bürgermeister Leonhard Helm die jüngste Wortmeldung der ALK. Die Wählergemeinschaft hatte bemängelt, dass der vierte Quartalsbericht 2017 aus dem Rathaus noch nicht vorliege, gleichwohl aber die Bündnispartner von Bürgermeister Leonhard Helm mit Zahlen daraus informiert worden seien – nicht aber die ALK.

. Dabei habe die ALK unterschlagen, dass der Bürgermeister in seiner Antwort an Co-Fraktionsvorsitzende Majchrzak zugesagt habe, den Quartalsbericht direkt nach Vorliegen an die Gremien weiterzugeben, dieser aber gerade erst erstellt werde.

Dass der Quartalsbericht noch nicht Anfang Februar fertiggestellt war, habe den einfachen Grund, dass es sich bei dem letzten Bericht eines Jahres – wie immer - um eine Art vorläufigen Jahresabschlussbericht handele, der viele Informationen aus den gleichzeitig stattfindenden Buchungen des Jahresabschlusses benötige. Im Übrigen hätten die Abschlussbuchungen am Anfang des Jahres Vorrang vor der Berichterstattung. Zudem werde gleichzeitig mit Hochdruck an der Aufstellung des Haushaltsplanes 2019 gearbeitet. Deshalb werde der Bericht wie im Vorjahr „erst“ Mitte März vorgestellt.

Natürlich gebe es auch vor Fertigstellung des Berichts immer wieder grobe, vorläufige Zahlen. Solche Zahlen eigneten sich zwar möglicherweise mit großer Vorsicht verwendet bereits als Indikatoren, aber in der Regel nicht für die Veröffentlichung. Hätte der Bürgermeister als Kämmerer im Wahlkampf die im Ergebnis sehr guten ersten Zahlen vorzeitig veröffentlicht, wäre ihm zu Recht unseriöser Wahlkampf vorgeworfen worden.

Aufregen um des Aufregens willen sei hier wie so oft völlig fehl am Platze, sagt Helm in Richtung ALK. Die Unterstellung, der ALK würden Anfang Februar die Daten des Quartalsberichts „vorenthalten“ beweise nur, dass die ALK vom Entstehungsprozess dieser Berichte keine Vorstellung habe. „Was aber überhaupt nicht geht, ist der Versuch, am Kämmerer und an den Gremien vorbei über Rathausmitarbeiter an Zahlen zu gelangen“, betont der Bürgermeister. Gerade in der sensiblen Situation eines Wahlkampfs müsse sich eine Kandidatin dabei zurückhalten, die Mitarbeiter des Rathauses in Loyalitätskonflikte zwischen aktuellem und möglicherweise künftigem Vorgesetzten zu bringen. Die Mitarbeiter hätten sich allerdings völlig korrekt verhalten und die Anfragen der Kandidatin an ihn als Kämmerer weitergeleitet.

Der vierte Quartalsbericht sei nun mit gesicherten Zahlen fertiggestellt. Wie alle anderen Fraktionen, müsse auch die ALK die endgültige Fassung abwarten, dürfe sich jetzt aber schon auf recht positive Ergebnisse freuen, die er in der nächsten Stadtverordnetenversammlung vorstellen werde, so Helm.
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13.3.2018