Königstein im Taunus

„Feineres Publikum und gute und preiswürdige Speisen“

Noch bis zum 27. Februar ist die Ausstellung „Alte Königsteiner Gasthäuser und Hotels und ihre Geschichte(n)“ im Königsteiner Rathaus zu besichtigen. Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann präsentiert eine umfangreiche Zusammenstellung meist ehemaliger Begegnungsstätten.

1881 gibt Paul Drahtschmidt ein kleines Buch über Königstein heraus, das den Titel „Königstein im Taunus. Seine Geschichte, Bedeutung als hydriatischer Kurort. Umgebung. Gasthöfe und Wirtschaften“ trägt.

Hier wird nicht nur die Geschichte Königsteins und seiner Burg vorgestellt, der Autor präsentiert auf seinem Gang durch die Stadt auch Gasthöfe und Hotels. So stammt das obige Titelzitat aus Drahtschmidts Königstein-Führer. Das Gasthaus „Zur Stadt Amsterdam“ war drei Jahrzehnte zuvor, 1851, Anlaufpunkt für Herzog Adolph von Nassau und seine Frau Adelheid Marie auf ihrer Hochzeitsreise. In den 1890er Jahren als Hotel Colloseus bekannt, erwarb die Stadt Königstein 1909 das Gebäude. Bis 2002 war hier, in der Hauptstraße 15, die Stadtverwaltung Königsteins untergebracht.

Die Geschichte der „Stadt Amsterdam“ wird mit der Geschichte zahlreicher Königsteiner Gaststätten und Hotels in einer Ausstellung des Stadtarchivs im Rathaus der Stadt Königstein präsentiert. Beim Eintauchen in vergangene Zeiten erfahren die Betrachter auch, wo Friedrich Stoltze zufälligerweise zur gleichen Zeit wie das rumänische Königspaar weilte, in welchen Lokalen sich die Vereine gerne trafen und in welcher Pension Bedienstete des russischen Zaren Nikolaus II. zu Gast waren.

Auch die beiden Lokale „Zum grünen Baum“ (dort logierten im Jahr 1698 einige Franzosen, die von hier aus täglich zur Reparatur des Ofens der Glashütte am Kalbsheckerbach wanderten) und viele andere ehemalige Gasthäuser und Hotels  werden vorgestellt.

Die Archivausstellung „Alte Königsteiner Gasthäuser und Hotels und ihre Geschichte(n)“ ist im Rathaus der Stadt, Burgweg 5, noch fast zwei Wochen, bis einschließlich 27. Februar, auch außerhalb der Öffnungszeiten zu besichtigen.
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13.2.2018