Königstein im Taunus

Woogtal-Weiher wird entschlammt

Der Weiher im Woogtal verdient momentan diesen Namen nicht, denn Wasser ist zurzeit darin nicht zu finden. Nach den Plänen des Rathauses soll die Fläche jetzt aber noch weiter austrocknen, um den Weiher zeitnah komplett entschlammen zu können.

Um herauszufinden, wie der Schlamm zu entsorgen ist, müsse der Schlick zunächst auf seine Bestandteile hin analysiert werden, erläutert Bürgermeister Leonhard Helm. Erst dann könne der Auftrag zur Entschlammung ausgeschrieben werden. Auch die Stautechnik solle komplett erneuert werden. Ziel sei es, die Maßnahme vor Winterbeginn fertiggestellt zu haben. Ebenso soll die Anzahl der Bäume auf der Nordseite des Weihers reduziert werden, denn deren abfallende Blätter haben zur Verschlammung maßgeblich beigetragen.

In früheren Zeiten habe es zusätzlich einen kleinen, oberen Weiher gegeben. Der solle aber nicht wieder befüllt werden. Vielmehr sei in der Überlegung, an dieser Stelle eine größere Schilf-Zone zu pflanzen, um den Eintrag mineralischen Materials im großen Weiher zu verringern.

Größere und große Fische, die im Woogtalweiher ihr Zuhause hatten, seien bereits vergangene Woche vom Angelsportverein abgefischt und in den Billtalweiher umgezogen worden. Circa 150 kleine Weißfische hätten sich bei der Aktion allerdings teilweise im Schlamm versteckt, sodass sie im Restwasser, das es zu diesem Zeitpunkt noch gab, verbleiben mussten. Inzwischen seien sie leider verendet, was in der Folge zu einer Geruchsbelästigung geführt habe. Aber auch der feuchte Schlamm alleine rieche nicht gut. „Leider wird es eine Zeit lang schlecht riechen und nicht schön aussehen. Aber das ist bedauerlicherweise nicht zu ändern“, warnt Helm Spaziergänger und Gassigeher vor.

Apropos Gassigeher: HundebesitzerInnen sollten ihr Tiere unbedingt von der Weiherfläche fern halten. Es herrsche strengste Leinenpflicht. Erstens seien verdorbene Fische, die eventuell gefressen würden, gesundheitsgefährdend, zweitens könnten Hunde im Schlamm einsinken und von selbst nicht mehr herausfinden. Auch für Menschen sei das Betreten des Schlammes nicht möglich und daher sei es selbstverständlich, dass auch Kinder keinesfalls die Fläche betreten dürfen.